ELSFLETH - Oberschenkelhalsbruch: Wer eine solche Fraktur erleidet, ist in der Regel alt. Es gibt noch viele weitere Sturzverletzungen, die vor allem Senioren betreffen. Wie man gezielt vorbeugen kann, noch bevor etwas Schlimmes passiert, war am Dienstag Thema einer Fortbildung für die Altenpflege-Fachkräfte im Seniorendomizil Sandvoß.
Im Auftrag der AOK-Regionaldirektion Oldenburg zeigte Physiotherapeutin Gunda Hillerts aus Wittmund den Altenpflegerinnen, worauf es ankommt: Die Senioren mit die Muskulatur kräftigenden und die Bewegungskoordination trainierenden Übungen in die Lage zu versetzen, sicher auf den Beinen zu sein, ohne zu Fall zu kommen. „Ziel ist, dass das Personal erkennt, wer gefährdet ist, und was man machen kann“, fasst Altenpflegeheim-Chef Stephan Sandvoß den Sinn der Übungen zusammen. So könne man auch den stärker gefährdeten Heimbewohnern ein angenehmes Leben ohne Einschränkungen ermöglichen. Dies sei natürlich manchmal eine Gratwanderung, räumt Sandvoß ein. Dennoch bleibe Sturzprophylaxe Bestandteil des hauseigenen Qualitätsmanagements, betont der Heimleiter. Wichtig sei es natürlich auch, mögliche Stolperfallen im Haus zu entschärfen.
Das Gelernte werden die Altenpflegekräfte, die an dem Kursus teilnahmen, an ihre Kolleginnen weitergeben, damit auch diese in die Lage versetzt werden, gemeinsam mit „ihren“ Senioren den sicheren Gang zu üben.
Für die AOK gibt es ganz praktische Gründe, Sturzprophylaxe-Angebote vermehrt in die Heime zu tragen. Denn allein im Bereich der AOK Niedersachsen kostet die Behandlung von Senioren-Sturzverletzungen Jahr für Jahr 20 Mio. Euro.
