ELSFLETH - ELSFLETH - Mutmaßte die Vorsitzende der Elsflether Siedlergemeinschaft Karin Feyerabend noch auf der spärlich besuchten Jahreshauptversammlung 2004, das nächste Treffen in 2005 könne in einer Telefonzelle stattfinden, so sah sie sich bei der diesjährigen Hauptversammlung in ihrer scherzhaften Prognose getäuscht. Bei der Generalversammlung im „Bootshaus“ des SWE waren im Saal sämtliche Stühle besetzt.
Dennoch, so Feyerabend in ihrem Jahresbericht, müsse sich die Siedlergemeinschaft ernsthaft überlegen, wie man sich „fit für 21. Jahrhundert“ machen könnte, auch wenn viele Aktivitäten mangels Beteiligung peu á peu eingestellt werden mussten. Stattgefunden hatten die bewährten Veranstaltungen wie Skat- und Knobelabend, Tagesausflüge und der „Tanz in den Mai“. Weiterhin wird die Siedlergemeinschaft auch die Kinderfreizeit am Alfsee bezuschussen.
Die von den Siedlern erwarteten Impulse seitens des Landesverbandes hätten sich inzwischen mit der Umbenennung in einen zeitgemäßen Namen niedergeschlagen. Der Siedlerbund firmiert künftig unter der Bezeichnung „Verband für Wohneigentum e.V“. Feyerabend: „Wir sind zwar bodenständig, müssen aber im Hinblick auf die nächste Siedlergeneration über den Tellerrand hinausschauen.“ Verbunden mit dem neuen Namen werde es auch neue Mitgliedskarten geben. Ansonsten sei die Mitgliedschaft im Siedlerbund eine „gute Versicherung“ für Hauseigentümer, betonte die Vorsitzende. Die Zunahme von Nachbarschaftstreitigkeiten kommentierte Karin Feyerabend mit dem Satz: „Siedler zu sein heißt nicht automatisch Recht zu haben.“
Aus der Arbeit der Kreisgruppe Wesermarsch berichtet im Anschluss der Kreisgruppenvorsitzende Rainer Zon. Die Namensänderung des Siedlerbundes würde auf der Bundesversammlung diskutiert und beschlossen, eine Entscheidung auf Landesebene erfolge auf dem Landesverbandstag 2006. Am Zeltlager Alfsee hatten in 2004 aus der Kreisgruppe 61 Kinder und Jugendliche mit 5 Betreuern teilgenommen, so Zon. Für 25-Jährige Mitgliedschaft in der Siedlergemeinschaft wurden Irene und Werner Rüdebusch geehrt.
