ELSFLETH - Das elfte Elsflether Tischgespräch findet ausnahmsweise nicht in Elsfleth, sondern in Brake statt – mit Blick auf die Weser.

Gesprächspartnerin Dr. Christine Keitsch, Leiterin des Schiffahrtsmuseums Unterweser, arbeitet nur wenige Gehminuten entfernt. Ganz kurzfristig hat sie sich Zeit genommen und erscheint gut gelaunt zum Gespräch auf der Terrasse des Wilkens Hotel.

Ihre gute Laune hat vermutlich mit Elsfleth zu tun: An diesem Sonnabend wird der Garten des „Haus Elsfleth“ des Schiffahrtsmuseums mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht (siehe Infobox).

„Ein wunderschönes Haus“, schwärmt Dr. Keitsch, die in Elsfleth längst keine Unbekannte mehr ist. Seit eineinhalb Jahren ist sie Leiterin des Schiffahrtsmuseums. „Vor genau einem Jahr und einen Monat haben wir unser Haus Elsfleth eröffnet“, sagt die Leiterin mit einem Lächeln. Elsfleth scheint es ihr angetan zu haben. Seit einem Jahr ist Christine Keitsch Vorsitzende des Vereins „Freunde der Seefahrtschule“ und Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Erhard Bülow. „Ein charismatischer Mann“, sagt Dr. Keitsch beiläufig und fügt hinzu: „Es ist nicht immer leicht, ihn zu ersetzen.“

Beim Essen fällt die Wahl auf Fisch. Eine kleine Vorspeise mit etwas Salat – Frau Dr. Keitsch ist bescheiden. „In Elsfleth schließt sich auch für mich ganz persönlich ein Kreis“, beginnt die promovierte Schifffahrts-Historikerin zu erzählen.


Dann sagt sie: „Mein Vater hat an der Seefahrtsschule sein Steuermanns- und Kapitänspatent gemacht. Unser Bibliothekar, Prof. Gotthold Richter, hat meinen Vater früher unterrichtet.“

Aufgewachsen ist Christine Keitsch in Schleswig-Holstein. Sie studierte in Hamburg und lebte lange in Flensburg. „Es war wohltuend, in die Wesermarsch zurückzukehren“, sagt sie nachdenklich. Geboren wurde Dr. Keitsch nämlich in Brake – Mutter und Vater stammen aus Berne.

„Elsfleth ist ein traditionsreicher Reederei-Standort“, sagt die Historikerin. „Es ist toll, dass wir die maritime Szene mit unserem Museum erweitern können. Die Arbeit mit den Elsflethern ist sehr unkompliziert.“