ELSFLETH - Strahlender Sonnenschein über der Hunte, ein Campingtisch, vier Stühle und knackfrische Bäckerbrötchen zum Frühstück unter freiem Himmel – mehr braucht die Bonner Familie Daub nicht, um gut gelaunt in diesen Tag zu starten. Und sie waren an der Kaje mit ihrem Wohnmobil in guter Gesellschaft Gleichgesinnter – Tür an Tür standen weit über zwanzig Wohnmobile an den Pfingsttagen am Hunteufer.

Für Michael und Christine Daub und ihre Kinder Miriam (12) und Tobias (10) zählt der Stellplatz an der Kaje zu den „Top Ten“. Am Pfingstmontag lieferten die Bonner ihren ältesten Sohn zu einem Musikfestival in Zetel ab, danach wurde ein schöner Platz für Familie und Wohnmobil in der Umgebung gesucht. Fündig wurde das Ehepaar Daub im ADAC-Wohnmobilführer, der besonders die schöne Kulisse am Wasser lobt. „Dieser Standort erfüllt alle unsere Kriterien“, erzählt Michael Daub, „er hat eine wunderschöne Aussicht, er liegt am Wasser und ist überhaupt viel schöner, als wir es erwartet haben.“

Elsfleths Innenstadt, die gleich nach der Ankunft erkundet wurde, fand nur Lob bei den Rheinländern. „Das Städtchen ist so gepflegt, der Brunnen und die Kirche sind wunderschön, und wir haben gestaunt an der großen Uhr vor der Kirche zu erfahren, dass die berühmte Juweliersfamilie Wempe aus Elsfleth stammt.“

Es sei keine Pfingstausnahme gewesen, dass der „Multifunktionsplatz“ an der Kaje komplett besetzt gewesen sei, weiß Wolfgang Böner vom Bürgerbüro Elsfleth. „Hier treffen sich jedes Wochenende immer mehr Wohnmobilisten“, so Böner. Dass die Stellplätze nicht immer kostenfrei bleiben, sei Tatsache. Böner: „Im Herbst, nach dem Krammarkt, sind umfangreiche Pflasterarbeiten und Markierungen vorgesehen, die unebene Schotterpiste gehört dann der Vergangenheit an. Das Geld für die Sanierung ist bei der Stadt bereits eingeplant.“ Angesichts der hohen finanziellen Investition müssten ab 2013 Stellplatzgebühren von 8 bis 10 Euro pro Übernachtung erhoben werden, so Böner. Strom und Wasser bekommen die Gäste bereits für eine geringe Gebühr, auch der Hafenmüllcontainer kann nach Abholung des Schlüssels benutzt werden.

Für Lob, Kritik und Anregungen steht auf dem Areal ein „Lob- oder Kummerkasten“ bereit. Die Rückmeldungen zahlreicher Wohnmobilisten füllen schon fast einen ganzen Ordner. Böner: „Wenig Kritik, viele Anregungen und noch mehr Lob für die Stellplätze an der Hunte.“