ELSFLETH - ELSFLETH - Ein 13-jähriger Junge ist am Mittwochabend in Elsfleth (Kreis Wesermarsch) nach dem Einatmen von Feuerzeuggas ums Leben gekommen. Mit einer Gruppe Gleichaltriger hatte der Jugendliche laut Polizei auf einem Spielplatz das unmittelbar zuvor in einem Geschäft erworbene Gas geschnüffelt, offenbar um sich in einen Rauschzustand zu versetzen. Er brach bewusstlos zusammen. Ein herbeigerufener Rettungshubschrauber musste unverrichteter Dinge wieder abfliegen – das Kind war in der Zwischenzeit gestorben. Das gerichtsmedizinische Gutachten der Staatsanwaltschaft Oldenburg wird für heute erwartet.
Es gebe erste Anzeichen dafür, dass sich das Inhalieren von Gas zu einem riskanten Sport unter Jugendlichen entwickelt, sagte gestern ein Sprecher der Oldenburger Drogenberatungsstelle „Rose 12“. Erst im Mai war ein Elfjähriger in Oldenburg an den Folgen der Inhalation von Spraydosen-Treibgas verstorben. Als Motiv der Heranwachsenden nennen Suchttherapeuten Mutproben, die den Schnüffler in einer Gruppe aufwerteten. Eltern müssten sich der Tragweite bewusst werden und mit ihren Kindern zu diesem Thema das Gespräch suchen.
