ELSFLETH - Die Globalisierung verändert die Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handelns. Das gilt insbesondere für die Verkehrsinfrastruktur.

Von Evelyn Eischeid

ELSFLETH - Zum 44. Mal feierte die Nautische Verbindung „Roter Sand“ ihr traditionelles Stiftungsfest im Restaurant des SWE-Bootshauses. Beim Festkommers am Sonnabendnachmittag hielt Jan Müller von der Unternehmensgruppe J. Müller (Brake/Bremen) den Festvortrag zum Thema „Verkehrsinfrastruktur als Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung – beispielhaft dargestellt anhand des geplanten Ausbaus der Außen- und Unterweser“.

Heute, so Müller, erfordere die Globalisierung neue Rahmenbedingungen und veränderte Strategien. Für die Region bedeute dies raumerschließende Maßnahmen im Straßenbau und Anpassung der Wesertiefe. Die geplante A 22 sei eine vernünftige Maßnahme zur Vernetzung der vorhandenen Wirtschaftszweige und ihre Anbindung an die Fluss- und Seehäfen, betonte Müller. Für die steigenden Wachstumsraten in der Containerschifffahrt, die neue Generation der Containerschiffe mit 8000 bis 9000 TEU und einem Tiefgang von cirka 13,80 Metern bleibt nach Ansicht des Referenten als Konsequenz nur die Vertiefung der Außenweser zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Container-Terminals in Bremerhaven.

Zur Befahrbarkeit der Unterweserhäfen bis Bremen mit voll beladenen Schiffen der so genannten „PanMax-Klasse“ (Abladetiefe von 12,80 Metern) ist die Unterweservertiefung laut Müller „eine wichtige Vorraussetzung“ zur Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft. Müller: „Alle Probleme, auch die der Globalisierung, sollten in unserem Land mit Selbstvertrauen gelöst werden.“