ELSFLETH - ELSFLETH - „Wohnen im Alter“ – das bedeutet für Senioren ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter heimischer Umgebung. Um die Lebensqualität zu erhalten, heißt es aber auch, den Alltag „barrierefrei“ einzurichten. Wie das physisch und psychisch am besten zu bewerkstelligen ist, verriet der Gastreferent Ulrich van Triel auf der Jahreshauptversammlung der Siedlerbund-Kreisgruppe Wesermarsch im Café-Restaurant Bootshaus des SWE.

Barrieren, so der Referent, baute allerdings auch die jüngere Generation im Umgang mit älteren oder behinderten Mitbürgen auf und nicht zuletzt die Werbung schüre das Klischee ausschließlich junger dynamischer und kerngesunder Menschen. Van Triel: „Hinter den Berührungsängsten im Umgang mit Älteren oder Behinderten steht bei Jüngeren oft die eigene Angst vor dem Nachlassen des Kraftpotenzials, der Einschränkung geistiger und beweglicher Fähigkeiten.“

Leben im Alter heißt für Seh- oder Gehbehinderte, überall in der Öffentlichkeit auf „Stolperstellen“ zu treffen, sei es in der Erreichbarkeit von Ämtern oder Praxen, sei es in der vertrackten Nutzbarkeit von Fahrkartenautomaten oder von der viel zu klein geratenen Tastatur auf dem Handy. Um eigenständig und selbstbestimmt den Lebensabend in der eigenen Wohnung zu gestalten, gibt es für Senioren viele Möglichkeiten, ihr vertrautes Umfeld an die Bedürfnisse des Alltags im Alter anpassen. Das reicht vom sicheren Hauseingang über schwellenlose Duschen bis hin zur barrierefreien Küchengestaltung, konstrastierenden Lichtschaltern und pflegeleichter Gartengestaltung. Van Triel: „Fakt ist, dass das Gros der älteren Menschen in der eigenen Wohnung lebt. Die Wohnung im Alter barrierfrei zu gestalten, erhält nicht nur die Mündigkeit, es bedeutet auch die Einsparung der Kosten für eine Heimunterbringung.“