Elsfleth - Zugegeben: Dieser hohe schrille Pfeifton strapaziert die Ohren bis zur Schmerzgrenze. Aber das soll er auch, wissen der Leiter des Hegerings Elsfleth, Harald Groenenboom, und Landwirt Frank Sager. Auf Sagers Hof am Deichstücken testeten die beiden Elsflether in dieser Woche einen „Wildretter“ (elektronischer Signalgeber) auf seine Funktionsfähigkeit. Was den menschlichen Ohren fast weh tut, soll Wildtiere und bodenbrütende Vögel durch Flucht vor dem hohen Dauerton vor dem Tod durch den Kreiselmäher bewahren.
„Mit dem akustischen Wildretter haben Landwirte bei der Mahd gute Erfahrungen gemacht,“ berichtete Harald Groenenboom, „Jungtieren wie Kitzen, Hasen, Kiebitzen und anderen Wiesenbrütern gibt das Gerät eine gute Chance, das Mähen der Flächen zu überleben.“ Und weil das auch dem Hegering wichtig ist, haben dessen Mitglieder den ansässigen Landwirten im Jagdbezirk elf Wildretter gesponsort, zwei weitere gingen an Lohnunternehmen.
Landwirt Frank Sagers Testlauf war laut und erfolgreich und veranlasste ihn zu weiteren Erkenntnissen: „Das Gerät muss per Kabel unbedingt außen am Traktor befestigt werden und ganz wichtig sind Ohrenschützer für den Fahrer der Landmaschine.“
