Elsfleth - „Im Zuge der barrierefreien Umbauten des Wurplandbades ist dieser Raum das I-Tüpfelchen“, lobte der Elsflether Leiter des Bauamtes, Hartmut Doyen, den neuen Sanitärraum für Menschen mit Beeinträchtigungen. Gemeinsam mit den beiden Vorsitzenden des Fördervereins Schwimmbad, Lisa-Marie Hagen und Grit Gärtig, sowie der Fachangestellten Katja Irmer nahm Doyen den Sanitärraum unter die Lupe. Badbesucher mit Behinderungen finden dort barrierefreie Installationen mit Dusche, Waschbecken und Toilette, die Eingangstür ist so breit, dass auch Rollstuhlfahrer bequem den Raum frequentieren können.
Vor rund vier Jahren hatte der Förderverein Schwimmbad den barrierefreien Umbau ins Auge gefasst und beschlossen, sich an der Finanzierung großzügig zu beteiligen. Die Bauarbeiten starteten während der Herbstferien 2018, im November 2018 waren alle Arbeiten abgeschlossen. Ursprünglich war der Raum das Depot für Reinigungsmittel und diente den Reinigungsmitarbeitern als Umkleideraum. An den Umbauten waren ausschließlich Elsflether Handwerksbetriebe beteiligt: die Firma Fischer GmbH erledigte die Sanitär- und Elektroarbeiten, die Fliesen und Maurerarbeiten wurden von der Bauunternehmung Erdmann vorgenommen, die Malerarbeiten erledigte die Firma André Bielefeld, für Tür und Zargen sorgte die Tischlerei Seyen.
Die Gesamtsumme aller Umbauarbeiten bezifferte Hartmut Doyen auf 21 000 Euro, davon übernahm der Förderverein 15 000 Euro.
„Der barrierefreie Sanitärraum ist für unser Bad überaus wichtig und es war den Mitgliedern des Fördervereins ein großes Anliegen, diese Planung auch durchzuführen,“ betonte der Bauamtsleiter. „Die Stadt Elsfleth ist dankbar, dass der engagierte Förderverein diese Maßnahme ermöglichen konnte.“
Laut Katja Irmer wird Hallenbadbesuchern mit Behinderungen der Schlüssel für den Sanitärraum an der Kasse ausgehändigt. Barrierefrei ist im Wurplandbad nicht nur der neue Raum, auch am Badeingang und am Ausgang zum Garten erleichtern Rampen den Rollstuhlfahrern den Besuch.
Die Kosten für einen dringenden Sanierungsbedarf im Lehrschwimmbecken würden in diesen Tagen in die Haushaltsberatungen der Stadt Elsfleth eingebracht, kündigte Hartmut Doyen bei dem Ortstermin an. Und Grit Gärtig ergänzte: „Jetzt ist natürlich ziemlich Ebbe in der Kasse des Fördervereins, aber Unterstützer, die ein Interesse am Fortbestand des Wurplandbades haben, dürfen gerne spenden.“
