ELSFLETHLIENEN - Der Stand der Nordwest-Zeitung in Zelt 1 auf der Gewerbeschau wurde am Sonnabend und Sonntag zum Schauplatz für politische Diskussionen rund um das Thema Handel und Gewerbe.
Den Auftakt machte am Sonnabend Landtagsabgeordneter und CDU-Fraktionschef Björn Thümler. In Begleitung seiner Frau besuchte er am frühen Nachmittag dieNWZ
auf der Gewerbeschau und stellte sich den Fragen von Redakteur Felix Frerichs.Thümler nahm Stellung zu Themen wie Weservertiefung und Norger-Kabel. Er sei ein Befürworter für den Standort der Konverterstation am Kernkraftwerk Unterweser in Kleinensiel (Gemeinde Stadland), betonte Thümler. Ich kann verstehen, wenn man die Gewerbesteuereinnahmen auch gerne in Elsfleth hätte aber das stillgelegte Kernkraftwerk ist der ideale Standort für das Norger-Projekt. Björn Thümler betonte die Stärken Elsfleths. Im Unterschied zu großen Metropolen müsse man in Elsfleth auf kleine, mittelständische Betriebe und Service setzen. Als große Herausforderung für das Jahrzehnt nannte der Politiker die Anbindung der Ortsteile an das Stadtzentrum um dort die Kaufkraft zu bündeln.
In einer zweiten Runde kamen die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl zur Nordwest-Zeitung. Traute von der Kammer (für SPD und CDU), Horst Kortlang (FDP). Thomas Schnare (parteilos) und Thorsten Böner (UWE) standen zu Themen wie Innenstadt-Problematik und Stadtentwicklung Rede und Antwort. An der Frage des Führungs-Stils im Rathaus gab es eine Diskussion zwischen Kortlang und Schnare. Horst Kortlang hatte zuvor betont, er werde in der Verwaltung einiges ändern. Schnare war anderer Meinung.
Kortlang zeigte sich kampfeslustig, die drei Mitbewerber gaben sich deutlich diplomatischer. Traute von der Kammer unterstrich die Stärken Elsfleths, die auch in der maritimen Struktur lägen und die man deutlich herausstellen müsse.
Am Sonntag war Kapitän Johannes Reifig Gast bei der Nordwest-Zeitung (Bericht auf Seite 37). Am Abend zogen die Kaufleute eine Bilanz der Gewerbeschau.
