Elsten - Aus Interesse oder Sorge kamen am Mittwoch Anwohner des Suchraums „Nutteln“ zum Anlieger-Dialog von Tennet in die Gaststätte „Zum alten Dorfkrug“ in Elsten. Es geht wie berichtet um den geplanten Korridor, der vom Umspannwerk-Suchraum Nutteln zunächst in westliche Richtung führt und bei Hemmelte weiter in Richtung Süden.

Aufklären, Verständnis bekommen, Befürchtungen zerstreuen: Ein zehnköpfiges Team von Tennet kümmerte sich an verschiedenen Stationen um Anwohner. In einem 130 Hektar großen Gebiet südlich von Nutteln soll ein Umspannwerk entstehen. 15 bis 20 Hektar werden benötigt, je nachdem ob auch ein Konverter darin gebaut wird, erklärt Janina Schultze, Referentin für Bürgerbeteiligung. Es müsse 200 Meter von Wohnbebauung entfernt sein. „Unser Ziel ist heute, die Hinweise der Anwohner aufzunehmen und zu einem Austausch anzuregen. Es gibt noch keine fertige Platzierung“, betonte Schultze. Für das Gebiet spreche für Tennet sehr viel, unter anderem, dass dort durch Gasfackeln ohnehin die Bebauung eingeschränkt sei.

350 Anwohner, die im Großraum rund um das Gebiet lebten, seien angeschrieben und eingeladen worden. Das Verständnis der Anwohner ist für Tennet wichtig. Die Firma ist darauf angewiesen, Flächen für die Bebauung zu erwerben. Sehr selten, so Janina Schultze, käme keine Einigung zustande.

In diesem Fall sei die zuständige Behörde aber auch zu einem Besitzeinweisungsverfahren berechtigt. „Das streben wir aber nicht an, das ist für niemanden schön“, betont Schultze. Sie habe ein solches Verfahren noch nicht erlebt. Der Dialog mit den Anwohnern sei der Firma wichtig.

200 Meter Entfernung zu Wohnbebauungen und 400 Meter zu geschlossenen Ortschaften soll die Trasse haben, beim Umspannwerk soll eine solche Distanz auch eingehalten werden, südlich von Nutteln sei das möglich. Beim Umspannwerk müssten Grenzwerte zu Elektromagnetismus und Lärmschutz eingehalten werden.