EMDEN - 20 Professoren und Mitarbeiter der Fachhochschul-Standorte Emden, Elsfleth, Leer und Wilhelmshaven machen der Wirtschaft in der ganzen Region ein Angebot: Mit ihrem neuen Hochschul-Institut Logistik (Hilog) stehen sie als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung, die sich mit dem Transport von Waren, Personen und Informationen beschäftigen – ob auf der Straße, zu Wasser, per Schiene oder Flugzeug. „Wir kommen zwar etwas spät, aber just in time, also rechtzeitig für die Vorhaben in der Region“, meinte der Emder Wirtschaftsprofessor Reinhard Elsner.
Er ist der erste Direktor des Instituts. Sein Stellvertreter ist Professor Dr. Jochen Hasenpath aus Wilhelmshaven. Die Besetzung zeige, „dass dieses erste studienortübergreifende Institut der Fachhochschule gleichzeitig ein wunderbares Ergebnis der Hochschul-Fusion ist“, sagte Elsner.
Das Hilog-Institut kann nur übergreifend arbeiten, weil es sich auf das große Wirtschafts- und Technikthema Logistik konzentriert. Beispielsweise ist der Transport von Waren, Dienstleistungen und Informationen an der Nordsee auch dem renommierten Fraunhofer-Institut so wichtig, dass es ein Projektbüro in Emden gegründet hat.
Große Logistik-Themen in der Region sind der Jade-Weser-Port, der geplante Ausbau des Emder Hafens sowie der Bau und die Versorgung der geplanten Windparks auf See. Elsner ist zudem sicher, dass die Verteuerung der Kraftstoffpreise „langfristig wie eine Kohlendioxid-Steuer wirkt und wir ganz andere Verkehrswege als heute in Betracht ziehen müssen“.
Für solche und andere Fragen rund um die Logistik, ob bei großen Projekten oder kleinen betrieblichen Problemen, stehen die 20 Professoren und Mitarbeiter zur Verfügung. „Wir können komplexe Fragestellungen schnell beantworten und Lösungsskizzen anbieten. Und zwar zu allen Themen“, meinte Elsner.
Das von der Wirtschaftsregion Ems-Achse begrüßte Institut entwickelt auch eigene Projektanträge. Die ersten sind zwei Routenplaner der besonderen Art: Der eine sucht einen möglichst umweltschonenden Weg zum Ziel, der andere ist für den öffentlichen Verkehr mit Bussen und Bahnen gemacht. Beides gebe es bisher so noch nicht.
