EMDEN - EMDEN/AM - Eine Agentur namens IPA, mit deren Hilfe Schüler, Studenten, Fachhochschul-Absolventen, Akademiker und Arbeitssuchende aus der Region die Möglichkeit bekommen, in Unternehmen zu arbeiten und Praxis zu sammeln, hat in Emden ihre Arbeit aufgenommen. Teilnehmer aller Ausbildungszweige werden in Lernprojekten zusammengeführt. Wir wollen ihnen den Einstieg in den Beruf erleichtern“, sagte Professor Dr. Reinhard Elsner von der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven.

Die IPA gehört zum Oldenburger Projekt „Lernen fürs Leben”, das vom Bund gefördert wird. Die Grundidee für die Agentur, die im Oktober 2005 in Emden gegründet wurde und zwei Jahre laufen soll, hatte der Geschäftsführer der Ausbildungs- und Arbeitsförderungsgesellschaft Stadt Emden, Peter Teeten. Das ANWI-Institut der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven hat die Agentur aufgebaut. Mit im Boot sitzt auch die Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit und der Stadt Emden.

„Es gibt in Ostfriesland inzwischen sehr viele arbeitslose Akademiker. Die hat man als Zielgruppe von Fördermaßnahmen gar nicht erkannt”, sagte Teeten. Wenn man aber qualifizierte Leute in der Region halten wolle, müsse man ihnen auch die Möglichkeit geben, etwas Sinnvolles zu machen.

Das Angebot der IPA richtet sich laut Projektbetreuerin Barbara Wissing aber nicht nur an Studenten, sondern auch an Schüler oder Arbeitssuchende, die Arbeitslosengeld II bekommen. Sie können in Unternehmen jeweils ein halbes Jahr in kleinen Gruppen Aufgabenstellungen bewältigen, den Arbeitsalltag in der Firma kennen und sich selbst einschätzen lernen. Das Motto lautet „Training für den Job“. Die erste Hürde, den Einstieg in den Beruf zu schaffen, soll so genommen werden, sagte Teeten.

Durch zielgerichtete Betreuungs-, Trainings- und Bildungsprogramme sollen die Teilnehmer in Arbeitsstellen vermittelt werden. „Es bleiben hoffentlich viele in den Unternehmen kleben“, so Reinhard Elsner.


Die IPA wolle nicht nur Kontakte zur Wirtschaft knüpfen, sondern die Teilnehmer auch begleiten. Fünf Projekte sollen in Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Betrieben anlaufen. Schwerpunkte sind zum Beispiel Marketing, Informatik und Logistik.