Werlte/Herzlake - Am 1. Januar ist es soweit. Die Fahrzeugwerke Krone in Werlte und Brüggen in Herzlake (beide Landkreis Emsland) werden – wie angekündigt – zur „Krone Commercial Vehicle SE“ fusionieren und damit Marktführer beim Trailerbau.

Dieses Ziel verfolgt der aus Spelle stammende Unternehmer Bernhard Krone schon seit Jahren. „Nach über 30-jähriger Verlobungszeit wird dieser Schritt unser gemeinsames Unternehmen noch erfolgreicher machen“, sagte er.

Der bisher größte deutsche Anhängerspezialist Schmitz Cargobull mit Sitz in Horstmar (Nordrhein-Westfalen) meldete für das vergangene Geschäftsjahr den Bau von 45 000 Fahrzeugen und kommt mit 4500 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro.

Das künftig fusionierte Unternehmen von Krone und Brüggen verbucht 1,8 Milliarden Euro Umsatz bei 25 000 Fahrzeugen, aber deutlichem Vorsprung in anderen Segmenten. Weit über 2000 Mitarbeiter gibt es allein in Werlte – auf einem 87 Hektar großen Gelände – und in Herzlake.

Dabei begann die unternehmerische Karriere von Bernhard Brüggen in einer kleinen Schmiede im nur 100 Hektar kleinen Holte im Emsland. Einige Jahre später gründete er in Herzlake die Metallservice Brüggen GmbH. Er wurde Kompetenzpartner des Fahrzeugwerkes Krone im 15 Kilometer entfernten Werlte. Zuerst hatte Krone hier nur eine Zweigniederlassung errichten wollen, 1971 wurde daraus eine Fabrik zur Herstellung von Anhängern und später Aufliegern.


Zum gemeinsamen Produktportfolio im Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge gehören Pritschen- und Koffersattelauflieger, Containerfahrgestelle, Wechselsysteme, Anhänger und Motorwagenaufbauten. Seit 1994 liefert Brüggen alle Wechselbehälter, Wechselpritschen und Wechselkoffer für Krone.

50 Millionen Euro will Krone schon bald in Werlte investieren, auch in Dinklage (Gigant Achsen) und in Tire (Türkei) stehen Investitionen an. Bernhard Brüggen steigt zu einem der drei geschäftsführenden Direktoren auf.