Emstek/Ahlhorn - Seit September verstärkt Maria Bohmann aus Emstek das kleine Försterteam im Waldpädagogikzentrum der Niedersächsischen Landesforsten bei der Teichwirtschaft Ahlhorn. Auf die Stelle im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) bewarb sie sich zur Orientierung für ein anschließendes Forststudium. „Da die Revierförsterei Baumweg und die Teichwirtschaft auf dem gleichen Gelände sind, kann ich auf Wunsch auch dort mitarbeiten“, sagt sie. So hat Maria Bohmann beim Abfischen geholfen, ist als Treiberin bei einer großen Gemeinschaftsjagd gewesen, markierte mit Förster Martin Schmies Bäume und sägte jüngst bei einem Motorsägenlehrgang mit.

Nicht weniger vielfältig beschreibt sie ihre eigentliche Tätigkeit in der Waldpädagogik. „Ich begleite Schülergruppen im Waldeinsatz, unterstütze die Nachmittagsprogramme für die Klassen mit Förster Klaus Benthe, helfe bei Schülerpflanzungen, bearbeite selbstständig eigene Ideen wie die Entwicklung und Herstellung von Waldspielen und plane die nächstjährige Waldeinsatzsaison mit“, beschreibt die 19-Jährige, die auch in ihrer Freizeit als Gruppenleiterin, als Jägerin und als Jagdhornbläserin keine Langeweile hat, ihr weit gefächertes Aufgabenfeld. Ihr Berufswunsch ist bereits geklärt – das Studium der Forstwissenschaft an der Universität Göttingen soll der nächste Schritt sein.

Das niedersächsische Umweltministerium finanziert das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und die Norddeutsche Naturschutzakademie (NNA) kümmert sich um die Ausrichtung und die Seminarangebote. Für die begrenzte Zahl an Einsatzstellen gelten besondere Anerkennungskriterien. Die Teilnehmer selbst erhalten ein monatliches Taschengeld und besuchen fünf einwöchige Seminare in verschiedenen niedersächsischen Umwelteinrichtungen. „Wir haben uns auf bisher zwei Seminaren unter anderem mit Wildnispädagogik sowie mit Konsumverhalten und Ressourcenverbrauch beschäftigt“, schildert Maria die Bildungsinhalte im FÖJ.

Die Niedersächsischen Landesforsten bieten FÖJ-Stellen vor allem im Bereich der landesweit elf Waldpädagogikzentren an. „Das FÖJ im Waldpädagogikzentrum bietet den Teilnehmern ein sehr breites Erfahrungsfeld und den Perspektivwechsel selbst vor einer Gruppe zu stehen. Aber auch für uns als Waldpädagogikzentrum sind die jungen Leute mit ihren Ideen und ihrem Engagement eine Bereicherung“, schildert Waldpädagoge und Förster Klaus Benthe seine Erfahrungen.

Wer sich für das Freiwillige Ökologische Jahr interessiert, informiert sich am besten auf der Homepage der Norddeutschen Naturschutzakademie. Bewerbungen für das FÖJ 2018/2019 sind dort ab 8. Januar bis Ende Februar möglich. Das Waldpädagogikzentrum Weser-Ems hat keine Unterkunftsmöglichkeit, daher werden möglichst Bewerber aus der Nähe und mit Führerschein gesucht.