EMSTEK - Der Frage des Glaubens und der Weitergabe, des Zeugnisabgebens über den eigenen Glauben – das sei die Herausforderung an „das normale Fußvolk“ in den christlichen Gemeinden. Diese These stand am Ende des Dankes von Weihbischof Heinrich Timmerevers an die Teilnehmer des katechetischen Begegnungstages am Sonnabend in Emstek. Rund 30 Firmkatechetinnen und -katecheten hatten sich mit Seelsorgern aus dem Dekanat Cloppenburg im Seniorenzentrum Haus Sankt Margaretha eingefunden, um über „Wege zur Firmung im Dekanat Cloppenburg“ zu diskutieren.
Timmerevers nutzte die Gelegenheit, sich bei denjenigen Menschen zu bedanken, die die Jugendlichen bis zur Firmung begleiten. Dabei machte der Weihbischof deutlich, dass gerade das Zeugnisabgeben vom Leben und Glauben, das Weitergeben eigener Erfahrungen und das Beschreiben des eigenen Weges zum Glauben zentrale Fragen in der Katechese seien. „Dadurch bekommt die Kirche ein Gesicht“, so Timmerevers. Die Katecheten nähmen dabei die Jugendlichen mit allen Fehlern und Schwächen an. Nur so sieht Timmerevers die Möglichkeit, einen Zugang zu finden und den Jugendlichen die Kirche ein Stück näher zu bringen. Dabei sei es nicht nötig Gott zu den jungen Menschen zu bringen, denn er sei schon da. Der Jugendliche habe allerdings wenig Gespür dafür, so Timmerevers weiter. „Die Begegnungen in der Vorbereitung auf die Firmung sind eine Herausforderung für beide Seiten.“
Diskutiert haben die Teilnehmer u.a. über das Alter der Jugendlichen. Hier gehen die Meinungen auseinander. Die Bandbreite liegt derzeit zwischen elf und 16 Jahren. Mit Blick auf den Religionsunterricht in den Schulen rät Timmerevers zu einer einheitlichen Regelung. Pastoralreferentin Dorothee Dolle-Gierse (Sankt Marien, Bethen) hob hervor, dass nicht das Alter allein im Vordergrunde stehe, sondern die Zeit von der Erstkommunion bis zur Firmung, in der der Heranwachsende nicht allein gelassen werden dürfe. Und nach der Firmung sollten die Jugendlichen nicht vernachlässigt werden, sondern der Kirche in ihrem Leben weiterhin Raum geben.
Für alle Beteiligten sei es ein informativer Vormittag gewesen. Man wolle untereinander im Gespräch bleiben, so das Resümee.
