EMSTEK - Das „agrar+ernährungsforum Oldenburger Münsterland“ tagte in Emstek. Es besteht seit einem Jahr.

von hermann gerdes

EMSTEK - „Wir erwarten keine Förderung für unsere Produktionen, aber Zuwendungen für die Standortsicherung und Hilfen für die Forschung.“ Vorsitzender Ewald Drebing stellte ein Jahr nach der Gründung des „agrar+ernährungsforums Oldenburger Münsterland“ das Gewerbe als konkurrenzfähig dar. Der Schulterschluss und das Zusammenstehen des wichtigsten Industriebereiches der Region seien wichtig, so der Vorsitzende auf der Mitgliederversammlung am Freitagabend in Emstek, an der auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche teilnahm.

Mit mehr als 10 000 Beschäftigten mache das Ernährungsgewerbe im Oldenburger Münsterland 3,5 Milliarden Euro Umsatz. „Viel mehr“ meinte leise Bernd Kalvelage (Heidemark/Garrel) und unterstrich damit Drebings Bescheidenheit. „Wir wollen auch keine neuen Wege beschreiten, sondern die bestehenden Vereine und Organisationen ergänzen.“ Die Politik müsse dann den Wettbewerb fördern, für eine 1:1-Umsetzung des europäischen Rechts und durch eine Kennzeichnungspflicht für eine Unteilbarkeit des Verbraucherschutzes und für eine Entbürokratisierung sorgen. „Zudem gilt es, Stärken zu stärken“, forderte Drebing.

Die Bilanz von Drebing und Geschäftsführer Benno Schomaker des ersten Forum-Jahres nach der Gründung im Februar 2006 in Dinklage enthielt einige Höhepunkte. Beim „Parlamentarischen Abend“ bei der Euro-Tier habe das Forum den Wegfall aller Agrarsubventionen verlangt, eine Resolution zum Verbraucherinformationsgesetz wurde verabschiedet, und der Vereine habe sich im EU-Agrarausschuss mit dem Thema „Null Toleranz“ präsentiert.

„Auch durch unsere gemeinsame Arbeit haben wir erreicht, dass unserem Gewerbe die würdige Anerkennung zufällt“, so Drebing. Ausführlich diskutiert wurde noch die Vorbereitung der Oldenburger Münsterlandschau am 15. September in Vechta.