EMSTEK - Rundum zufrieden mit dem Ablauf des vergangenen Jahres zeigte sich die Interessengemeinschaft „Altes Gogericht auf dem Desum“ während der Mitgliederversammlung bei „Backhaus“ in Emstek. In dem Treffen mit Teilnehmern aus den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Oldenburg zog der Vorsitzende Georg Meyer-Nutteln eine positive Bilanz.
Neben der Vorbereitung von Terminen stand ein Vortrag von Dr. Damian Kaufmann zum Thema „Großsteingräber im Weser-Ems-Gebiet“ auf der Tagesordnung. Der Historiker aus Bramsche stellte den Verlauf der rund 330 Kilometer langen „Straße der Megalithkultur“ mit ihren 33 Stationen und 78 Objekten von Osnabrück über Meppen nach Oldenburg vor. Anschließend schilderte er die Entstehung und Funktion von Großsteingräbern. Aufschlussreiche Bilder rundeten den mit Beifall aufgenommenen Vortrag ab.
Die Anlage auf dem Desum sei im vergangenen Frühjahr und Sommer wieder das Ziel zahlreicher Besucher gewesen, sagte der Vorsitzende. Viele Menschen hätten sich eingefunden, um sich über die Geschichte des Oldenburger Münsterlandes und speziell über den alten sächsischen Lerigau zu informieren, der auf der Anlage in Granitstein symbolisch dargestellt wird. Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt der Familie Hülsmann sowie Georg Kokenge, Bernhard Krolage und Hein Drühe für die Pflege der Anlage.
Das Gogericht widmet sich in diesem Jahr am 25. Juni einem historischen und einem aktuellen Fall. In diesem Jahr wird der Gogerichtstag vom Heimatverein sowie von Gilde und Stadt Wildeshausen unterstützt.
Einen Überblick über die Finanzlage der Interessengemeinschaft gab Schatzmeister Gerd Haake, dem die Prüfer eine vorbildliche Buchführung bescheinigte. Zum neuen Schriftführer wurde einstimmig Meik Fangmann aus Emstek gewählt. Der 35 jährige Wirtschaftsingenieur tritt die Nachfolge von Josef Emke aus Emstek an, der aus beruflichen Gründen für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stand. In einer Laudatio würdigte der Vorsitzende die Verdienste des langjährigen Schriftführers, dessen außergewöhnliches Engagement für die Belange der Interessengemeinschaft besonders hervorgehoben wurde.
Geehrt wurde Hans Günther Voss aus Pestrup. Der langjährige Vorsitzende des Heimatvereins Düngstrup erhielt einen „Kleinen Gogerichtsstein“ sowie einen „Gogerichtstropfen“.
