Emstek - „Wild genießen“ stand im Mittelpunkt des Wildbanketts Oldenburger Münsterland (OM) zur festlichen Eröffnung der regionalen OM-Wildwoche. Die mehr als 240 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gastronomie, Medien und Jägerschaft genossen im ausverkauften Saal Backhaus „Zum Schwarzen Roß“ in Emstek kreativ zubereitete Wildspezialitäten aus der Region.

Der Festredner des Abends, Karl-Heinz Funke, Bundesminister a.D. für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, lobte den Ansatz der siebten OM-Wildwoche. Die Themen Jagd und Natur hätten in dieser Region einen besonderen Stellenwert. Das sehe man auch daran, dass das abwechslungsreiche Programm der Wildwoche im Oldenburger Münsterland auf eine sehr große Resonanz stößt.

In seinem Vortrag präsentierte er einen bunten Querschnitt aktueller jagdlicher Themen. Zudem empfahl er den Verzehr von Wildfleisch. Es sei eine kulinarische Köstlichkeit, die reich an Mineralstoffen, Proteinen und Vitaminen sowie besonders fettarm und leicht verdaulich ist.

Der Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland, Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg, begrüßte die Gäste. Der Erfolg der Wildwoche im Oldenburger Münsterland seit 2005 bestätige eindrucksvoll, „dass Jagdtradition und regionale Wildspezialitäten bei uns willkommene Anlässe der Begegnung geblieben sind. Der Verbund möchte mit den Wildwochen die große Bedeutung des Jagdwesens und der Wildküche für das Oldenburger Münsterland näher bringen“.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Cloppenburg, Bernd Kurmann, sprach über die Sehnsucht der Jäger: „Die Jagd ist aus meiner Sicht nichts anderes als die Ernte eines Naturprodukts unter Berücksichtigung der Grundsätze der Waidgerechtigkeit. Es wäre deshalb schön, wenn das ganze Jahr sowie in der jetzt ausklingenden Vegetationsperiode geerntet und damit gejagt werden könnte“. Er betonte dabei, dass das Wildfleisch aus seiner Sicht ein besonders wertvolles und gesundes Produkt ist. Allerdings sieht Kurmann die Artenvielfalt in der Region gefährdet: „In der Natur gibt es gegenwärtig gravierende Veränderungen. Es ist festzustellen, dass es viele Arten nicht oder kaum mehr gibt, die in der Vergangenheit in unserer Region in Hülle und Fülle vorhanden waren. Deshalb muss es uns Jägern gelingen, im Einvernehmen mit allen Nutzern der Natur vernünftige Lösungen zu finden, die auch die ökonomische Seite ausreichend berücksichtigen“.


Petra und Norbert Backhaus vom „Schwarzen Roß“ hatten sich einiges einfallen lassen, um ihre Gäste kulinarisch zu verwöhnen. Zum Empfang gab es ein „Flying Buffet“ mit Wildfrikadellen und Roastbeef vom Rehrücken. Zum Hauptgang bot ein Buffet unter anderem Hirschkalbskeule, Wildschweinbraten und Entenbrust.

Unter dem Motto „Wild erleben, Wild zubereiten, Wild genießen“ bieten die Kreisjägerschaften und Dehoga-Kreisverbände Cloppenburg und Vechta sowie der Verbund Oldenburger Münsterland noch bis zum 5. November Schnupperangeboten rund um die Jagd, Hubertusmessen, Kochkurse, eine Jagdausstellung, einen Kindermalwettbewerb sowie Wildgerichte in den regionalen Restaurants an.