EMSTEK - Der „Ecopark“, die Breitbandversorgung im ländlichen Raum und eine Initiative zur Verbesserung der Servicequalität auf dem Dienstleistungssektor standen im Fokus der jüngsten Sitzung des Beirates Oldenburger Münsterland. Das 66-köpfige Gremium unter Vorsitz von Gert Stuke, Vizepräsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), tagte im Emsteker „Zentrum Zukunft“.
Jürgen Felbinger, Geschäftsführer des Zweckverbandes „Ecopark“, stellte dem Gremium das Konzept sowie die Schwerpunkte des Industrie- und Gewerbegebietes vor.
Einladung zur Ansiedlung
Es ist aus einer Kooperation der Gemeinde Cappeln, der Stadt Cloppenburg und dem Kreis Cloppenburg entstanden. Eine Besonderheit sei „die größtmögliche unternehmerische Freiheit bei der Ansiedlung und das umfassende Dienstleistungsangebot für die Unternehmen“, so Felbinger. Begünstigt durch die Anbindung an die A 1, die A 29 und die E 233 hätten sich seit 2003 bisher 13 Firmen mit etwa 350 Stellen angesiedelt. Derzeit laufen Planungen zur Erweiterung um circa 25 Hektar „Bruttogewerbefläche“.
Die Nutzung von Funkfrequenzen zur Internet-Breitbandversorgung erläuterte Ludwig Kohnen (EWE). Dabei handelt es sich um Bereiche, die bei der Digitalisierung des Rundfunks frei werden, und zur Breitbandanbindung des ländlichen Raumes genutzt werden sollen. Die Anbindung soll in vier Stufen verlaufen, wobei es eine besondere „Versorgungsverpflichtung“ gebe. Zunächst gelte es, unterversorgte Gebiete mit weniger als 5000 Einwohnern zu bedienen. Wenn 70 Prozent der Bevölkerung einer Stufe versorgt seien, darf die nächste Stufe angegangen werden.
Ein Muss für Dienstleister
Tourismusberater Oliver Becker veranschaulichte den Begriff „Q“ für Servicequalität Niedersachsen. Sie sei die Erfüllung beziehungsweise Übererfüllung von Kundenerwartungen. Dass ein guter Wert für Dienstleister essenziell wichtig sei, zeige die Marktforschung. Nur neun Prozent der Kunden wechselten wegen Preisänderungen den Anbieter.
