Frankfurt - Schlechte Nachrichten für Verbraucher: Die Preise in Deutschland steigen tendenziell wieder. Volkswirte und Währungshüter finden das jedoch gut. Das Statistische Bundesamt hat nach Mitteilung vom Dienstag für Dezember 2016 und das Gesamtjahr steigende Teuerungsraten errechnet.

Wie haben sich die

Preise zuletzt entwickelt

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Die Zeiten extrem niedriger Teuerungsraten nahe der Nullmarke oder gar darunter scheinen vorbei zu sein. Im Dezember gab es einen überraschend kräftigen Sprung: Zum Jahresende lag die jährliche Teuerungsrate bei 1,7 Prozent nach jeweils 0,8 Prozent im Oktober und November. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2013. Für das Gesamtjahr 2016 errechnete das Statistische Bundesamt eine durchschnittliche Inflationsrate von 0,5 Prozent nach 0,3 Prozent ein Jahr zuvor.

Was dämpfte lange

Zeit die Inflation

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Vor allem die Preisentwicklung bei Energie. Seit Mitte 2014 wurde Rohöl vor allem infolge der weltweiten Überproduktion deutlich billiger. Kurz vor Weihnachten wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent für gut 54 Dollar gehandelt, im Sommer 2014 waren es noch 115 Dollar gewesen. Doch es zeichnet sich eine Trendwende ab: Erstmals seit Herbst 2013 mussten Verbraucher in Deutschland im Dezember für Tanken und Heizen wieder tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat.

Wer profitiert von immer

noch niedrigen Preisen

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Auch wenn die Energiepreise zuletzt wieder anzogen, ist das Niveau noch relativ moderat. Wer vergleichsweise wenig Geld an der Tankstelle und beim Heizöllieferanten lässt, hat mehr Spielraum für andere Anschaffungen. Die Kaufkraft erhöht sich zudem, weil Lohnerhöhungen wegen der geringen Inflation fast vollständig im Geldbeutel der Beschäftigten bleiben. Im dritten Quartal 2016 lagen die Reallöhne hierzulande um 1,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Warum machen sich die

Währungshüter Sorgen

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Wenn die Preise für viele Waren über einen längeren Zeitraum kaum noch oder gar nicht mehr steigen, könnte das Verbraucher und Firmen bei Investitionen bremsen. Es könnte ja bald noch billiger werden. Schlimmstenfalls würde das die Konjunktur abwürgen. Mit viel billigem Geld versucht die Europäische Zentralbank gegenzusteuern. Im Dezember verlängerte die Notenbank ihr umstrittenes Programm zum Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen bis mindestens Ende 2017. Die Geldflut soll die Konjunktur ankurbeln und die Inflation anheizen. Mittelfristig strebt die EZB ein stabiles Preisniveau bei knapp unter 2,0 Prozent an.

Wie werden sich die


Preise 2017 entwickeln

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„Grundsätzlich befinden sich die Inflationsrate in Deutschland und die des Euroraums im Aufwärtstrend“, konstatierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. „Maßgeblicher Treiber sollten in den kommenden Monaten die Energiepreise sein.“ Der leichte Ölpreisanstieg dürfte sich fortsetzen. Einen rasanten Anstieg der Teuerungsraten erwarten Ökonomen indes nicht. Die Bundesbank rechnet für 2017 mit einer Inflationsrate von 1,4 Prozent.