Ramsloh - Die Sanierungsarbeiten neigen sich dem Ende zu. Mit vereinten Kräften haben die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Saterland und Umgebung in den vergangenen Wochen und Monaten angepackt, um die Schäden an der Reithalle, den Stallungen, dem Zwischenbau und der Abreitehalle zu beseitigen. Wie berichtet, waren dort durch einen Hagelsturm am 5. Mai sämtliche Lichtplatten der Dächer zerstört worden. „Unsere Mitglieder haben großes Verständnis aufgebracht und mitgearbeitet, sowohl die Reiter, als auch die Einsteller“, sagte der erste Vorsitzender Theodor Fugel am Donnerstag im Gespräch mit der NWZ. „Es war schon einige riesige Baustelle hier“, so Fugel.
Gespräch zum Abschluss
Während er sich um die notwendigen Behördengänge gekümmert habe, sei der zweite Vorsitzende Toni Meyer für die Organisation der Arbeitseinsätze verantwortlich gewesen. Zudem habe er die Wände der Reithallen und des Stallbereichs sowie die Stahlkonstruktion gestrichen – und das während seines Urlaubs. Da es seit Mai immer wieder geregnet und hatte und das Dach noch nicht fertig war, war der neue Anstrich nötig geworden. „Toni hat einen erheblichen Anteil daran, dass jetzt alles so toll aussieht“, sagte Fugel.
Fristgerecht habe die Zimmerei Schnitger die Sanierungsarbeiten fertiggestellt. Anfang August sei das Dach der Haupthalle fertig gewesen, sagt Fugel. „Ein paar Restarbeiten fehlen noch.“ In der kommenden Woche soll es bereits ein Abschlussgespräch geben. Der Kostenrahmen hätte eingehalten werden können.
Dass alles so schnell über die Bühne gegangen ist, ist auch der großen Eigenleistung der Vereinsmitglieder zu verdanken. So hätte zum Beispiel alles für die neue LED-Beleuchtung und die neue Belüftungsanlage neu verkabelt werden müssen, so Fugel. Das hätten die Mitglieder sofort übernommen. Damit erhofft sich der Verein eine Kosteneinsparung in den nächsten Jahren. Die komplette Elektrik neu zu verlegen und zu installieren sei nicht unerheblich gewesen, meinte der erste Vorsitzende. Auch das Dach der Haupthalle hätte komplett eingenetzt werden müssen. Mittlerweile sind auch die 35 Meter lange Lichtkuppel, die Beregnungsanlage und die Belüftung angebracht.
In der Haupthalle wird bald auch die Bande ausgetauscht. Denn im unteren Bereich sind die Bretter zum Teil marode. Auch der neue Boden fehlt noch. Auch dies erfolgt in Eigneleistung. „Der bisherige Boden samt Tretschicht war durch den Regen aufgeweicht“, sagte Fugel. Eine neue Tretschicht aus Betonschotter und Quarzsand werden aufgefahren. Wenn alles gut geht, könne der neue Boden bereits in der kommenden Woche fertiggestellt sein, sagte Hallenwart Johannes Block, der ebenfalls sehr engagiert mitgeholfen hat. Danach muss der Boden sofort beregnet werden und sich legen.
Täglich vor Ort
Wenn die Zimmerei vor Ort war, war auch Karl Block als Ansprechpartner bei der Reitanlage und hat ehrenamtlich mitgeholfen. Wie berichtet, waren in der Abreitehalle bereits der Boden erneuert und die Lichtplatten ausgetauscht worden. Schnell konnte dort wieder der Reitbetrieb stattfinden. In den Stallungen wurde eine Grundsanierung vorgenommen. Nun müssen noch die Lüfter angeklemmt werden. Schon jetzt habe man gemerkt, was die neuen isolierten Sandwichpaneele am Dach ausmachen würden, sagte Fugel. Mehrere Firmen hätten bestätigt, dass es genau die richtige Entscheidung gewesen sei, die alte Halle komplett neu einzudecken.
