Hannover/Aurich - Der Auricher Windkraftanlagenbauer Enercon hat 2012 mit fast 1650 neu installierten Anlagen (mit einer Gesamtleistung von gut 3,5 Gigawatt) ein Rekordjahr vorgelegt – und will sich keine Verschnaufpause gönnen. Wie Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig am Donnerstag auf der Hannover Messe sagte, peilt der Konzern an, binnen des kommenden Jahres Anlagen mit einer Gesamtleistung von vier Gigawatt zu installieren. Das wäre ein Plus von gut 14 Prozent. „Wir trauen uns das zu“, sagte Kettwig.
Enercon hat Produktionsstätten auch in Emden, Haren, Magdeburg sowie in Schweden, Brasilien, Türkei, Portugal, Kanada, Frankreich, Österreich. Weltweit wurden bereits mehr als 20 000 Anlagen aufgebaut.
Inmitten des Wachstums kam es beim Auricher Konzern zwischenzeitlich aber zu Engpässen bei der Rotorblattproduktion – auch, weil die Fertigung in den neuen Werken in Haren und Aurich etwas langsamer als erhofft anlief. Die Verzögerungen bei einigen Projekten betragen laut Kettwig zwischen zwei und fünf Monate, wofür er sich öffentlich bei den Investoren entschuldigte. Doch habe man dies sehr bald im Griff.
Generell konnte Kettwig auf glänzende Zahlen verweisen – wie etwa den Rekordumsatz von rund 3,9 Milliarden Euro. Auf dem Weltmarkt hält Enercon einen Anteil von 8,2 Prozent. Damit legte man leicht zu. In Europa liegt der Konzern mit 21 Prozent im Rennen, in Deutschland ist das Unternehmen mit 56,8 Prozent Marktanteil weiter Platzhirsch.
Auch die Zahl der Mitarbeiter legte weiter zu: Laut Kettwig beschäftigt Enercon weltweit direkt oder indirekt 16 000 bis 17 000 Menschen.
