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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Enercon gibt frische Impulse

05.04.2008

AURICH /SüDBROOKMERLAND Der Windkraftanlagenbauer Enercon (Aurich), seit Jahren ein Wachstumsmotor der ostfriesischen Wirtschaft, gibt weitere wichtige Impulse: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff setzte am Freitag den ersten Spatenstich für das Guss-Zentrum Ostfriesland (GZO) in Südbrookmerland-Georgsheil. 35 Millionen Euro werden investiert. Rund 140 Arbeitsplätze entstehen.

„Der erste Spatenstich in Georgsheil zeigt, dass Enercon weiterhin in neue Produktionsstätten in Deutschland investiert“, sagte Klaus Peters, Gesamtproduktionsleiter von Enercon in Aurich. Die Märkte liegen dagegen zunehmend im Ausland.

Freitagabend eröffnete Wulff zudem offiziell die reaktivierte Bahnstrecke Aurich – Abelitz. Auf ihr sollen künftig großvolumige Komponenten transportiert werden.

Der Schienenweg ist 20 Kilometer lang und führt von Aurich zur Strecke Emden-Norddeich. Am Freitag fuhr ein 210 Meter langer Zug eine Teilstrecke. Angehängt waren Waggons mit Enercon-Produkten, mit Rehau-Profilen des Wintergartenbauers Schüt Duis sowie Kieswaggons der Betonfabrik Kerker. Die Reaktivierung der stillgelegten Strecke hat insgesamt 10,2 Millionen Euro gekostet.

Die Strecke ist nun im Besitz der Eisenbahninfrastrukturgesellschaft Aurich-Emden mbH (EAE). Es sei „endlich gelungen, den mittelostfriesischen Raum wieder an das Schienennetz anzubinden“, meinte Berend Voss, der Geschäftsführer der EAE. Der erste Zug soll in der übernächsten Woche die Strecke bis Emden zurücklegen. Die Enercon-eigene Eisenbahngesellschaft Ostfriesland Oldenburg (EGOO) wird den Zugverkehr zunächst nur bis zur Anschlussstelle an das DB-Netz in Abelitz führen, wo ihn die Bahntochter Railion übernimmt. Später soll EGOO – nach Erteilung der Genehmigungen – die ganze Strecke bis Emden befahren.

Das Gießerei-Zentrum in Georgsheil sei eine direkte Folgeinvestition der Reaktivierung der Bahnstrecke, hieß es. Das Unternehmen will in der neuen Fabrik ab 2009 qualitativ hochwertige Gussteile für seine Windenergieanlagen herstellen. Über die Bahnlinie sollen diese Komponenten zur Weiterverarbeitung in die Produktionsstätten der Gruppe im Gewerbegebiet Aurich-Nord transportiert werden. Die Endprodukte gelangen ebenfalls über die Strecke zum Hafen nach Emden.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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Enercon | Rehau | Eisenbahngesellschaft | DB | Hafen

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