• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Enercon mit ambitionierten Plänen

17.04.2015

Hannover /Aurich Wummernde Bässe, wehmütige Bläser, gefühlige Streicher, eine futuristische Computeranimation mit Dutzenden Teilen, die sich auf dem Großbildschildschirm zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Was hier auf der Hannover Messe angekündigt wird, ist kein großer Filmstar, sondern die neue Windenergieanlage von Enercon.

Die neue Modellfamilie im 4-Megawatt-Leistungssegment ist einer der großen Hoffnungsträger des Auricher Windenergieanlagenbauers. Der Prototyp der neuen E-126 EP4/4,2 MW für mittlere Windstandorte (Rotordurchmesser 127 Meter) soll bis Ende 2015 realisiert werden.

Denn Enercon hat sich ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2020 strebt der Marktführer in Deutschland eine installierte Gesamtleistung von 62 Gigawatt an, wie Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig am Mittwoch in Hannover ankündigte. In der 30-jährigen Unternehmensgeschichte bis 2014 hat Enercon bislang   37,6 Gigawatt installiert (und 23 681 Windenergieanlagen errichtet), so dass in den kommenden Jahren im Schnitt rund 4500 Megawatt installierte Leistung pro Jahr hinzukommen müssten. „Wir haben noch viel vor“, sagte Kettwig.

Im vergangenen Jahr lag die installierte Leistung bei 3937 Megawatt (MW). Damit übertrafen die Auricher zwar den Wert von 2013 (3674 MW), das von Kettwig auf der Hannover Messe 2014 angekündigte Ziel, erstmals die 4000-MW-Marke zu knacken, wurde jedoch knapp verfehlt.

Bei der Betriebsleistung (berichtigter Umsatz) legte Enercon nach Angaben von Kettwig auf rund 4,4 Milliarden Euro zu (2013: 4,1 Milliarden). Zumindest für 2015 und 2016 seien hier – auch wegen des harten Preiskampfs in der Branche – aber keine großen Sprünge zu erwarten. „Wir wollen bei der Betriebsleistung stabil bleiben“, sagte Kettwig im Gespräch mit dieser Zeitung. Beim Gewinn habe Enercon 2014 „auf dem Level von 2013“ gelegen, erklärte der Geschäftsführer, ohne näher ins Detail zu gehen.

Kettwig kündigte an, sowohl in Deutschland als auch im Ausland weiter wachsen zu wollen. 2014 blieb Enercon mit einem Anteil von 43,1 Prozent zwar Marktführer hierzulande, büßte aber Anteile ein (2013: 49,6 Prozent).

Weltweit belegt Enercon mit einem Marktanteil von rund 10 Prozent den dritten Rang hinter Vestas und GE Wind. Die Erschließung großer neuer Märkte, wie die USA oder China, oder eine Rückkehr ins Messe-Partnerland Indien seien nicht geplant, betonte Kettwig. „Wir wollen in den Märkten, in denen wir sind, stabil bleiben“, sagte Kettwig. Im vergangenen Jahr lag der Export-Anteil von Enercon nach Angaben des Geschäftsführers bei 48 Prozent (Vorjahr: 59 Prozent).

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2041
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.