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energie Spar-Modelle als Marktchance

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SANDE - Woher kommt die Energie von Morgen, brauchen wir Atomkraft? Diese Frage hat die Unternehmerfrauen des Handwerks Friesland seit ihrem Besuch im Atomkraftwerk Unterweser in Esenshamm im vergangenen Jahr beschäftigt. Eine Antwort holten sich die Unternehmerfrauen am Montagabend in Sande vom Grünen-Landespolitiker Stefan Wenzel (die

NWZ

 berichtete).

Der gelernte Agrar-Ökonom sprach sich für die Förderung der erneuerbaren Energien aus: Schon heute liefern sie zwischen 15 und 110 Prozent der benötigten Strom-Menge. Um den Förderschwankungen gerecht zu werden, brauche man zusätzlich flexible Kraftwerke, erklärte Wenzel. Das könnten z. B. Gaskraftwerke sein.

Biogasanlagen, Solartechniken und Passivhäuser, die kaum Heizung benötigen, alle diese Techniken sind auch für die Zukunft des Handwerks von Bedeutung. Das Problem: Kürzt der Bund wie geplant die Subventionen für Solarenergie, könnte Folge sein, dass die Solarfirmen etwa nach China abwandern und dort günstig produzieren. Auch die Windenergie als bisher größter Stromlieferant ist ein Eckpfeiler der alternativen Stromerzeugung – gerade an der Nordseeküste.

Der Grüne Landtagsabgeordnete berichtete außerdem über das Model des „Car-Sharing“ in seinem Heimatbezirk Göttingen. Dabei teilen sich mehrere Nutzer ein gemeinsames Auto. In Göttingen würden schon 2500 Personen das „geliehene Auto“ nutzen, so Wenzel. Abgerechnet wird nach gefahrenen Kilometern und Stunden.

Zum Ende der Diskussion konnten die Unternehmerfrauen dem Landespolitiker auch die Sorgen und Nöte aus Sicht des Handwerks darlegen. Überrascht nahmen sie zur Kenntnis, dass Die Grünen Wenzel zufolge den zweithöchsten Anteil an Selbstständigen unter ihren Mitgliedern haben.

Bei einem Treffen mit den Grünen-Kreistagsabgeordneten Uwe Burgenger und Dirk von Polenz vor der Veranstaltung in Sande kritisierte Wenzel die Schulpolitik der Landesregierung. Die Vorgabe, dass neue Gesamtschulen mindestens fünfzügig sein müssen, sei pädagogisch nicht gerechtfertigt. Wie berichtet, wird in Friesland derzeit über die Gründung einer zweiten IGS im Südkreis diskutiert. Es sei offensichtlich, dass sich immer mehr Eltern für ihre Kinder eine längere gemeinsame Schulzeit wünschten, so Wenzel. Gleichzeitig sei die CDU mit ihrem Versuch gescheitert, den Niedergang der Hauptschulen zu stoppen.

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