NWZ
berichtete).Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Klimazentrum in Kirchhatten stellten die Organisatoren und Landrat Frank Eger als Schirmherr nicht nur ihr Programm für die Auftaktveranstaltung vor, sie gaben auch einen Einblick in ihre Pläne für die kommenden Jahre. In diesen Jahren sollen Bürger, Politik und regionale Wirtschaft in einem offenen Forum gemeinsam Lösungen entwickeln, wie das große Ziel zu erreichen ist.
Groß ist es tatsächlich, auch wenn auf den ersten Blick gar nicht mehr so viel zu tun bleibt. Geschätzte 80 Prozent des im Landkreis verbrauchten Stroms werde hier bereits aus erneuerbaren Energien produziert, erklärte Hartmut Fröling vom Kirchhatter Klimazentrum. Um „100 % EE-Region“ zu werden, zählt aber nicht nur der Strom: Auch die Energie, die für Mobilität – also Transport und Personenverkehr, und Wärme verbraucht wird, müsse mit in die Rechnung.
Um in den Kreis der bisher 89 „100% EE-Regionen“ aufgenommen zu werden, ist ein Beschluss des Kreistags nötig. Damit wird der Landkreis aber nur zur „Starter-Region“. Diesen Schritt strebt das Bündnis für den Herbst 2011 an. Innerhalb eines Jahres soll dann ein konkreter Fahrplan für die zukünftigen Jahre und Jahrzehnte entwickelt werden. Ist dieser beschlossen, steigt der Landkreis in den Rang einer „100 % EE-Region“ auf. Regelmäßig werde dann kontrolliert, ob die selbst gesteckten Ziele auch eingehalten werden – sonst droht die Aberkennung des Status. Daran möchte im Klimabündnis aber niemand denken.
„Wir sind eine Dafür-Bewegung“, erklärt Hartmut Fröling, im Gegensatz zu dem häufig verbreiteten Bild von Umweltschützern, die bei allen Projekten immer Einwände hätten. Es könne gelingen, in diesem Projekt die Interessen von Bürgern, Naturschutz und Wirtschaft in Einklang zu bringen. Dabei sei die Energieeinsparung ebenso wichtig wie die Produktion erneuerbarer Energien.
Mit Landrat Eger stimmt Fröling darin überein, dass die intelligente Vernetzung von Stromproduzenten und -abnehmern ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Ziel sei. Wichtig ist allen Teilnehmern auch, dass die zukünftigen betroffenen Generationen schon jetzt im Boot sind: Schüler aus Wildeshausen und Ganderkesee sorgen vom 26. bis 28. Mai für ein informatives Rahmenprogramm.
