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Energie „Wir sind eine Dafür-Bewegung“

Christian Korte
KIRCHHATTEN - Der Auftakt ist geplant – die Organisatoren sind im Kopf schon viel weiter. Mit einer dreitägigen Veranstaltung vom 26. bis 28. Mai will das „Klimabündnis Landkreis Oldenburg“ in Wildeshausen für sein großes Ziel werben: den Landkreis zur „100-Prozent Erneuerbare-Energie-Region“ zu machen (die

NWZ

  berichtete).

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Klimazentrum in Kirchhatten stellten die Organisatoren und Landrat Frank Eger als Schirmherr nicht nur ihr Programm für die Auftaktveranstaltung vor, sie gaben auch einen Einblick in ihre Pläne für die kommenden Jahre. In diesen Jahren sollen Bürger, Politik und regionale Wirtschaft in einem offenen Forum gemeinsam Lösungen entwickeln, wie das große Ziel zu erreichen ist.

Groß ist es tatsächlich, auch wenn auf den ersten Blick gar nicht mehr so viel zu tun bleibt. Geschätzte 80 Prozent des im Landkreis verbrauchten Stroms werde hier bereits aus erneuerbaren Energien produziert, erklärte Hartmut Fröling vom Kirchhatter Klimazentrum. Um „100 % EE-Region“ zu werden, zählt aber nicht nur der Strom: Auch die Energie, die für Mobilität – also Transport und Personenverkehr, und Wärme verbraucht wird, müsse mit in die Rechnung.

Um in den Kreis der bisher 89 „100% EE-Regionen“ aufgenommen zu werden, ist ein Beschluss des Kreistags nötig. Damit wird der Landkreis aber nur zur „Starter-Region“. Diesen Schritt strebt das Bündnis für den Herbst 2011 an. Innerhalb eines Jahres soll dann ein konkreter Fahrplan für die zukünftigen Jahre und Jahrzehnte entwickelt werden. Ist dieser beschlossen, steigt der Landkreis in den Rang einer „100 % EE-Region“ auf. Regelmäßig werde dann kontrolliert, ob die selbst gesteckten Ziele auch eingehalten werden – sonst droht die Aberkennung des Status. Daran möchte im Klimabündnis aber niemand denken.

„Wir sind eine Dafür-Bewegung“, erklärt Hartmut Fröling, im Gegensatz zu dem häufig verbreiteten Bild von Umweltschützern, die bei allen Projekten immer Einwände hätten. Es könne gelingen, in diesem Projekt die Interessen von Bürgern, Naturschutz und Wirtschaft in Einklang zu bringen. Dabei sei die Energieeinsparung ebenso wichtig wie die Produktion erneuerbarer Energien.

Mit Landrat Eger stimmt Fröling darin überein, dass die intelligente Vernetzung von Stromproduzenten und -abnehmern ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Ziel sei. Wichtig ist allen Teilnehmern auch, dass die zukünftigen betroffenen Generationen schon jetzt im Boot sind: Schüler aus Wildeshausen und Ganderkesee sorgen vom 26. bis 28. Mai für ein informatives Rahmenprogramm.


Vom 26. bis 28. Mai

dreht sich in der Widukindhalle in Wildeshausen (Feldstraße 12) alles um den Klimaschutz.

Eine Podiumsdiskussion

mit Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW Berlin), Landrat Frank Eger, Bürgermeister Heino Pauka (Dötlingen) Dr. Peter Moser (Kassel), Cord Remke (Harpstedter Energieagentur), Philip Glahé, (Jugendparlament Ganderkesee) und Hartmut Fröling (Klimazentrum Kirchhatten) findet am Freitagabend ab 18 Uhr statt.

Das Bürgerforum

für die gemeinsame Arbeit in den kommenden Jahren soll am Sonnabend, 28. Mai, ab 10 Uhr in Wildeshausen gegründet werden.
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