London - Der niedrige Ölpreis kommt Energiekonzerne teuer zu stehen. Shell machte im dritten Quartal einen Verlust von 7,4 Milliarden US-Dollar (6,7 Mrd. Euro), teilte das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag in London mit. Auch BP und der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil hatten in dieser Woche schlechtere Zahlen wegen des gesunkenen Ölpreises bekanntgegeben.
Mitte 2014 hatte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent noch bei über 100 US-Dollar gelegen, derzeit kostet ein Fass noch knapp 50 US-Dollar. Für Verbraucher bedeutet das zum Beispiel, dass sie günstiger tanken und heizen können. Energiekonzernen vermiest die Entwicklung allerdings das Geschäft.
Dagegen federte der französische Konzern Total die Folgen des niedrigen Ölpreises erfolgreich ab. Zum einen drehen die Franzosen immer wieder am Ölhahn und schrauben ihre Produktion hoch, zum anderen profitieren sie von den guten Gewinnmargen ihrer Raffinerien und des Chemie-Geschäfts, hieß es.
