Brake - Für die Stadt Brake wird in den kommenden zwölf Monaten ein Klimaschutzkonzept erstellt. Das Ziel ist, C02-Emissionen (so genannte Treibhausgase) zu verringern – um etwa 40 Prozent bis zum Jahr 2020. Um diese Reduzierung zu erreichen, müssen die Braker an diesem Prozess von Anfang an beteiligt werden. Darin waren sich die Vertreter der Ratsfraktionen, der Stadtverwaltung sowie der prozessbegleitenden „BEKS Energieeffizienz“ aus Bremen zum Auftakt am Dienstag im Rathaus einig.

Kornelia Gerwin-Siegel und Bernd Langer von der Bremer Gesellschaft stellten den Zeitplan und die Bedingungen für das so genannte Integrierte Klimaschutzkonzept vor. Danach wird bis Ende Mai eine Analyse des Ist-Zustandes erstellt, danach werden Einsparpotenziale bei ortsansässigen Unternehmen ermittelt. Diese Abfrage soll bis Ende Juni abgeschlossen und ausgewertet sein.

Auf der Basis der auf diese Weise erarbeiteten Daten sollen dann Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden – und zwar für einzelne Bereiche wie „Verkehr“, „private Haushalte“, „Verwaltung“ oder „Dienstleistung“.

Kurz nach den Sommerferien, so die bisherige Planung, wird es dann nach dem Willen der Gesprächsrunde im Rathaus eine öffentliche Veranstaltung mit Vorstellung der vorgeschlagenen Maßnahmen geben – damit dann auch alle interessierten Bürger sich in dieses Konzept einbringen oder dieses durch eigene Vorschläge ergänzen können.

Dieser Maßnahmenkatalog soll bis Ende des Jahres erstellt sein, damit er Anfang nächsten Jahres noch einmal allen Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt werden kann. Danach ist ein formaler Beschluss des Konzeptes des Stadtrates Ende Februar 2014 geplant. Danach kann mit der Umsetzung der Maßnahmen in einem Zeitraum von etwa fünf bis sechs Jahren begonnen werden.


„Ich halte das Konzept für gut und richtig“, sagte Bürgermeister Roland Schiefke. Nun komme es darauf an, „kons-truktive und umsetzbare Maßnahmen“ zu erarbeiten, die im angedachten Zeitraum umsetzbar und vor allem auch finanzierbar seien.

Beim Ist-Zustand dürften die bisherigen Anstrengungen privater Haushalte (etwa Wärmedämmungen, Niedrigenergiehäuser) sowie der Unternehmen beim Energiesparen nicht außer Acht gelassen werden, betonte Schiefke.

Das Klimaschutzkonzept kostet rund 50 000 Euro, durch Fördermittel und der privaten Spende einer Ratsfrau wird die städtische Kasse aber unterm Strich nicht belastet.

Torsten Wewer
Torsten Wewer Kanalmanagement