Rastede - Bedächtige Stille herrscht im Flur des gerade sanierten Obergeschosses an der KGS Rastede am Donnerstagnachmittag – dabei findet in drei an den Flur angrenzenden Klassen gerade Unterricht statt, betont Hausmeister Christian Ammermann.

Davon ist nichts zu hören. Auch in den Räumen ist die Akustik nach den umfassenden Umbauarbeiten besser. In Zahlen: 1000 Quadratmeter Akustikdecken und ebenso viel Bodenbeläge wurden ausgebaut und erneuert, 700 Quadratmeter alte Wände wurden erneuert und teilweise saniert.

Dazu kam eine großflächige Dachabdichtung und eine neue Fassade, die den heutigen Energiestandards entsprechen, sowie zahlreiche neue Fenster, die die Räume besser lüften sollen. Mit neuen Heizkörpern und Elektroinstallationsarbeiten belaufen sich die Gesamtkosten auf 815 000 Euro. Auch Beamer seien angeschafft worden.

Die Verbesserung sei enorm, betont Bürgermeister Dieter von Essen: „Wir haben immer von Wackelwänden gesprochen“, erinnert er sich an die vorherigen Raumtrenner. „Das waren mobile Trennwände, um einen großen Raum für Veranstaltungen schaffen zu können, bevor es die Aula gab“, erklärt Schulleiter Gerd Kip. Die Wände seien aber seit vielen Jahren nicht bewegt worden. Nun stehen dort feste Mauern – die einen weiteren Vorteil bergen: „Wir haben Leitungen hier verlegt. Früher musste man erst durch den Raum zur Außenwand laufen, um das Licht anmachen zu können“, erzählt Kip.

Auch das Flachdach wurde saniert und im Hinblick auf Wärmedämmung optimiert, eine neue Fassade mit Sonnenschutzanlagen wurde eingebaut, die auch einen sommerlichen Wärmeschutz bieten sollen. Kip erwartet dadurch einen deutlichen Rückgang des Energieverbrauchs – und außerdem sei die neue, rubinrote Fassade „wirklich schön anzuschauen“.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion