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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Energiewende nimmt Fahrt auf

14.01.2017

Oldenburg Die Energiewende ist noch lange nicht abgeschlossen. Im Gegenteil. Sie wird erst jetzt richtig Fahrt aufnehmen, davon ist Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie überzeugt. „Wir stehen bei der Energiewende nochmals vor einer gewaltigen Dynamisierung“, sagte der frühere Präsident der Universität Oldenburg am Freitag beim traditionellen Neujahrs-Networking des Oldenburger Energieclusters Olec. Und der Nordwesten könne dabei eine Pionierrolle einnehmen.

Aus Sicht von Schneidewind dürfte in Sachen Stromwende die Eigendynamik „kaum noch zu brechen“ sein. Schon heute befinde sich Strom aus regenerativen Quellen im wettbewerbsfähigen Bereich. Eine für die Zukunft entscheidende Frage, die bislang aber weitgehend vernachlässigt worden sei, ist, wie man einen intelligenten Ausgleich zwischen ökologischen und sozialpolitischen Argumenten, etwa nicht ausufernden Preisen, finden könne, so Schneidewind.

Eine „gewaltige Revolution“ werde man auch im Bereich Mobilität erleben, so der Wissenschaftler. Neben der Elektromobilität werde dabei auch das Thema autonomes Fahren zu den zentralen Bausteinen gehören.

Dem Nordwesten könne bei der weiteren Gestaltung des „vielschichtigen und komplexen“ Themas Energiewende eine „Schlüsselstellung“ zukommen, meinte Schneidewind. Von außen betrachtet sei es „faszinierend, was für Komponenten und Akteure für eine Pionierregion hier zusammenkommen“, sagte er, politisch, wirtschaftlich, aber auch im wissenschaftlichen Ökosystem mit Forschungseinrichtungen wie Offis, Forwind oder Next Energy.

Für Roland Hentschel, Vorsitzender des Netzwerks Olec, befindet sich das Thema Energiewende gerade in einer spannenden Phase. 2016 habe sowohl gute als auch schlechte Nachrichten geboten. Positiv wertete er etwa, dass mittlerweile 33 Prozent des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen würden, die Zustimmung zur Energiewende in der Bevölkerung weiterhin hoch sei und 2016 „das Jahr der billigen Energie“ mit Tiefstpreisen an den Börsen gewesen sei.

Kritisch merkte Hentschel allerdings an, dass die niedrigen Preise aufgrund gestiegener Abgaben und Umlagen vielfach nicht bei den Verbrauchern angekommen seien. „Hier muss man aufpassen, dass das nicht aus dem Ruder läuft“, warnte er.

Zentrale Themen für 2017 seien u.a. das neue Ausschreibungsmodell im Bereich Erneuerbare Energien, für Hentschel ein „Paradigmenwechsel“, und die Digitalisierung der Energiewende.

Aus Sicht von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann lautet das Motto für 2017 in Sachen Energiewende „Keep on running“, also „Dranbleiben“. Dafür, dass die Region hier weiter eine Vorreiterrolle einnehmen könne, seien zuletzt einige wichtige Weichenstellungen gelungen, meinte er. So verwies er auf den neuen Windkanal bei Forwind, die bis 2019 gesicherte Finanzierung für Olec und darauf, dass es gelungen sei, für das Forschungszentrum Next Energy mit der Integration in das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Zukunftsperspektive zu finden.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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