Als fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde haben sich die Linderner Landfrauen einen Namen gemacht. Besonders dann, wenn es, wie so oft, nicht ums Schnacken, sondern ums Anpacken ging. Nach mehr als einem halben, stets aktiven Jahrhundert steht dem Verein zu, dieses Engagement zu feiern. Bleibt zu hoffen, dass sich auch künftige Generationen mit den Ideen identifizieren können, die 1949 zur Vereinsgründung geführt haben.

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Von Wilhelm Kock

Lindern Auf der Einladung zum 60-jährigen Vereinsjubiläum der Linderner Landfrauen stand „60 Jahre und kein bisschen leise“. Und leise ging es nicht zu, bei der Feier in der Sport- und Mehrzweckhalle. 300 örtliche Landfrauen sowie aus den Nachbargemeinden, Vereinsabordnungen, Tanzgruppen aus Cloppenburg und Oldenburg sowie Gesangsdarbietungen trugen zur Unterhaltung bei. Weitere Höhepunkte stellten die Ehrung früherer Vorstandsmitglieder, der Ehrenvorsitzenden Wilhelmine Bruns (Liener) und die Ehrenmitgliedschaft von Toni Hartmann, (Neuenkämpen) dar.

Nach den Begrüßung durch die Vorsitzende Hildegard Wulfers (Kleinenging), galt ein besonderer Dank den Vertrauensfrauen. Sie hatten den Vorstand bei den Arbeiten für das Jubiläum unterstützt. Ein weiter Dank ging an die Messdiener, an die Kolpingfrauen und die Fa. „Lücken“ für ihre Unterstützung, beim Herrichten der Halle und bei der Bewirtung. Die 23 Vertrauensfrauen sorgten für 46 Torten. An einer herbstlichen Präsentation, unter anderem mit Dekorationsartikeln, Mode, Schuhen und Wohnaccessoires, beteiligten sich Linderner Geschäfte.


Carmen Flerlage blickte zurück ins Jahr 1949, als 25 Frauen den Verein in der Gaststätte „Gardewin“ ins leben riefen. Erste Vorsitzende wurde Elisabeth Alberding (Osterlindern), die das Amt bis 1968 inne hatte. Es folgten Regina Meyer (1968 - 1978), Wilhelmine Bruns (1978 - 1998) und seit 1998 Hildegard Wulfers. Das 40-jährige Jubiläum wurde 1989 bei „Lücken“ (Liener) und das „50- Jährige“ 1999 bei „Schwarte“ (Klöbbergen) gefeiert.

Den Festvortrag „Alte Werte – neu entdeckt“ hielt Heidrun Kuhlmann. Landfrauen gehören nicht zu der Gruppe, die große Worte machten, sondern zu der, die das was sie als wichtig und richtig erkannt haben auch anpacken und umsetzen, so Kuhlmann. Besserwisser haben wir genug, was wir brauchen sind Bessermacher, betonte die Referentin.

Linderns stellvertretender Bürgermeister Bernd Kösters, überbrachte Glückwünsche der Gemeinde. Die Biene sei das Logo des Landfrauenverbandes. Es passe gut, denn die Biene steht für Fleiß, Arbeitseifer und Ordnung. Und fleißige Bienen, das seien die Landfrauen wirklich.