Dem Roten Kreuz fühlt sich Dr. Hans-Jörg Bettex aus Varel besonders verbunden. Schon der Urgroßvater des 70-Jährigen Mediziners war mit dem Rotkreuz-Begründer Henri Dunant befreundet und stand mit ihm in Korrespondenz. Deshalb sei es für ihn selbstverständlich gewesen, sich im Roten Kreuz zu engagieren, sagte Bettex. Als Ruheständler kam er vor fünf Jahren mit seiner Frau Dietlinde nach Varel. Zuvor hatte er 30 Jahre in Lüneburg als Oberarzt am dortigen Krankenhaus gewirkt – und als Gynäkologe gleichsam einer Kleinstadt von 40 000 Einwohnern auf die Welt geholfen. In Hannover geboren, hatte Bettex in Tübingen und Kiel studiert. Als Assistenzarzt arbeitete der Familienvater (mittlerweile sechs erwachsene Kinder und fünf Enkel) in Hannover und Hildesheim.
Die Arbeit als Rotkreuzbeauftragter versteht Bettex als Beschäftigung mit der Ethik der Hilfsorganisation: Ist das Rote Kreuz seinen Grundsätzen treu? So lautet die schlichte wie schwierige Frage. Die Entwicklung der kriegerischen Konflikte zu regionalen Auseinandersetzungen und das Problem des weltweiten Terrorismus haben auch Auswirkungen auf die Arbeit der Hilfsorganisation Rotes Kreuz gehabt, weiß Bettex. Das Rote Kreuz habe gar keine andere Wahl, als auf der Einhaltung der Grundsätze der Humanität zu bestehen: Die Humanität sei schließlich die wichtigste zivilisatorische Errungenschaft. Neben dem DRK engagiert sich Bettex auch im Krankenhaus-Förderkreis als Beisitzer im Vorstand.brw
Hans-Jörg Bettex
Rotkreuzbeauftragter
