Oldenburg - Dem ersten Aufruf zur NWZ-Aktion „Sicherer Schulweg“ sind sofort mehrere Oldenburger gefolgt. Sie berichten von Stellen im Stadtgebiet, die für Kinder auf deren Schulweg besonders gefährlich sein können. Die Hinweise werden an die Stadtverwaltung weitergeleitet, damit die Fachleute dort prüfen, ob man eventuell sogar schnell und effektiv handeln kann. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, das manche Bürgerhinweise auch in die längerfristige Verkehrsplanung einfließen.

Auf den Herrenweg in Osternburg beziehen sich Irmgard und Markus Seynsche. Hier gibt es keinen befestigten Bürgersteig, sondern nur einen durch eine weiße Linie abgetrennten Fußweg. „Das Problem besteht darin, dass die Autofahrer regelmäßig diese Markierungslinie überfahren. Somit kann dieser Fußweg aber den vielen Schulkindern auf dem Weg zur nur 500 Meter entfernten Grundschule Drielake keine Sicherheit bieten“, so die Osternburger. Nach ihren Messungen ist der Herrenweg in diesem Bereich nur fünf Meter breit. „So können die Autos sich eigentlich nicht begegnen, ohne auf den Fußweg auszuweichen. Gerade im Kurvenbereich führt das zu einer akuten Gefährdung der Schulkinder. Morgens zu Schulbeginn wird der Herrenweg aber auch stark von Autos frequentiert.“ Und von denen hielten sich nur die wenigsten an das vorgeschriebene Tempo 30, auf das aus Sicht der Bürger auch nicht verstärkt genug hingewiesen werde.

Auf Raser weist ebenfalls Gudrun Hauser hin. Ihr Blick richtet sich aber auf den Etzhorner Weg. Durch den gerade laufenden Ausbau eines Teilbereichs der Wilhelmshavener Heerstraße wird der Verkehr u.a. über die Rennplatzstraße, den Mühlenhofsweg und den Etzhorner Weg umgeleitet. „Leider ist es so, dass die meisten motorisierten Verkehrsteilnehmer nicht erkennen oder nicht erkennen wollen, dass der Etzhorner Weg zur Tempo-30-Zone gehört“, kritisiert Gudrun Hauser. In den meisten Fällen werde mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Es sei unbedingt erforderlich, durch Aufstellen mehrerer Verkehrsschilder am Etzhorner Weg auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hinzuweisen oder gegebenenfalls eine Kontrolle vorzunehmen.

Auch auf der Straße Schellenberg in Kreyenbrück ignorieren viele Autofahrer das Tempo-30-Schild, meldet ein Anwohner, der ungenannt bleiben möchte. Die Straße werde von zahlreichen Kindern genutzt, um zur Grundschule Unter dem Regenbogen zu kommen. Er habe die Stadt schon mehrfach zu diesem Thema angeschrieben, mit der Bitte die Geschwindigkeit zu kontrollieren oder Maßnahmen zu treffen, um sie zu reduzieren. „Leider erfolgte von dort bisher nur eine unbefriedigende Antwort“, so der Kreyenbrücker.

Auf Gefahren in Bürgerfelde bezieht sich Irmtraud Lojowsky. Sie bemängelt den Zustand des Fuß-/Radweges über den Bahnübergang am Bürgerbuschweg. Der sei dringend sanierungsbedürftig. „Es sind hier erhebliche Unebenheiten, Versackungen und Abbrüche in der Fahrbahn vorhanden, die meines Erachtens eine erhebliche Gefahr darstellen“, so die Bür-gerfelderin. Einen weiteren Gefahrenpunkt gebe es in der Ecke Heideweg/Am Alexanderhaus. Die Sicht vom Heideweg aus nach rechts in die Straße Am Alexanderhaus sei durch wuchernde Sträucher eingeschränkt.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg