die „variante n1“ der b 211 neu
Die Hafenwirtschaft
drängt auf eine Verlegung der Bundesstraße B 211. Sie erhofft sich eine schnellere Anbindung der Weserstraße in Brake (Gewerbegebiet) an die B 211 in Richtung Oldenburg. Auch Anwohner der B 211 fordern aufgrund der zunehmenden Verkehrsbelastungen eine Änderung der Trassenführung.Die sieben Varianten
wurden einem Punktebewertungssystem unterzogen. Danach hat die „Variante N1“ mit 170,1 Punkten die beste Bewertung erhalten.Die Linienführung
wurde gemeinsam mit vielen Betroffenen entwickelt. Es gibt allerdings auch Widerstand gegen diese Trassenführung. Die N1 verläuft von der Straßenkreuzung Weserstraße/B 212 in Brake in Richtung Westen, kreuzt die L 855 in Höhe Herrenortsweg, verläuft dann weiter parallel zum Popkenhöger Sieltief (südlich), verschwenkt beim Wirtschaftsweg Tjadenhellmer in Richtung Süden, kreuzt die L 886 in Coldewey (= Anbindung von Nordmilch), verläuft weiter parallel westlich der Ortschaften Strückhausermoor und Oldenbrok-Mittelort (in einer Entfernung von rund 500 Metern), kreuzt die K 209 und schließt in der Ortschaft Vedhusen an die alte B 211 an (in der Linkskurve in Richtung Oldenburg).Die N1 hat
eine Länge von 7,9 Kilometern, benötigt vier Knotenpunkte und vier Kreuzungsbauwerke. Die Kosten für diese Baumaßnahme werden mit 20 Millionen Euro veranschlagt.Die Linienführung der Bundesstraßen-Umgehung wird vom Land festgelegt. Danach beginnt die Genehmigungsplanung.
von torsten wewer
OVELGÖNNE/BRAKE - Das Raumordnungsverfahren zur B 211 neu ist abgeschlossen. Das hat Baudirektor Rolf Lange vom Landkreis Wesermarsch mitgeteilt. Über 350 Anregungen und Bedenken mussten abgewogen werden. Nun müsse die so genannte „landesplanerische Feststellung“ getroffen werden, das heißt die endgültige Linienführung festgelegt werden.Laut Lange dürfte es sich dabei um die so genannte „Variante N1“ handeln (siehe Kasten). Diese sei die optimale und am wenigsten konfliktträchtigste Trassenführung. Nachteilig sei, dass diese Linienführung „am heftigsten in den Raum“ eingreife. Die Trasse zerschneide Flächen, die ein „hohes Maß an naturschutzfachlicher Wertigkeit“ hätten. Diesen Nachteil, so Lange weiter, könne man aber mit entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen kompensieren – und zumeist sogar direkt vor Ort.
Lange skizziert den weiteren Zeitplan für die geplante Umgehung. Die Finanzierung der Planungsmittel sei gesichert, daher gehe man jetzt in die „Genehmigungsplanung“. Bis Februar 2006 müsste dieses Verfahren von Land bzw. Bund (als Auftraggeber und Finanzierer) abgeschlossen sein. Federführend ist bei diesem Projekt der Landesbetrieb für Straße und Verkehr, Außenstelle Oldenburg (das ehemalige Straßenbauamt). Nach Abschluss der Genehmigungsplanung erfolgt das Planfeststellungsverfahren, zu der eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) gehöre.
Lange berichtet, dass es im Kreis Ammerland die Bestrebung gibt, die Umgehung Loy auf den Weg zu bringen. Ob beide Maßnahmen aber zeitgleich umgesetzt werden, bleibt indes abzuwarten.
