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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Entwicklung des Braker Hafens maßgeblich geprägt

04.06.2014

Brake Im Alter von 84 Jahren ist Klaus Müller gestorben. Er war bis 1990 zusammen mit seinen Brüdern Gerhard Müller und dem im vergangenen Jahr verstorbenen Ernst Müller geschäftsführender Gesellschafter des Hafenunternehmens J. Müller in Brake (Kreis Wesermarsch).

Aufsichtsrat und Vorstand der J. Müller Aktiengesellschaft würdigen Klaus Müller als einen „herausragenden Unternehmer“, der im Zusammenwirken mit seinen Brüdern die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens nachhaltig positiv geprägt habe. Mit dem Namen seines Vaters bleibe insbesondere die Weiterentwicklung des Kranbetriebs im Seehafen Brake zu einem leistungsfähigen Umschlagsterminal für Stückgüter in Verbindung, so Jan Müller, amtierender Vorstandsvorsitzender der J. Müller-Gruppe. Durch seine Integrität, seine Gradlinigkeit und seine Verlässlichkeit habe sich Klaus Müller bei Kunden, Tarifpartnern und Mitarbeitern große Achtung erworben.

Klaus Müller setzte sich stark für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hude-Brake-Nordenham ein, die im Jahr 1980 erfolgte. Er hatte in den 1970er Jahren zudem für Ausbau und Vertiefung der Unterweser zwischen Brake und Bremen sowie zwischen Brake und Nordenham gekämpft.

Müller war Mitglied der Vollversammlung sowie des Verkehrs- und Schifffahrtsausschusses und des Beirates Wesermarsch der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer und saß in den Tarifgremien des Zentralverbands der deutschen Seehäfen (Hamburg).

Das Schiffahrtsmuseum der Oldenburgischen Unterweser in Brake trauert um seinen langjährigen Vorstandsvorsitzenden und Förderer. Mit Beharrlichkeit, Tatkraft und großer Hingabe habe Klaus Müller maßgeblich zur Entwicklung des Museums beigetragen, so Leiterin Dr. Christine Keitsch.

Für seine Verdienste war Klaus Müller 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Er war zudem Träger der Landschaftsmedaille der Oldenburgischen Landschaft sowie der Ehrenmedaille des Landkreises Wesermarsch.


Online kondolieren unter   www.nwztrauer.de 
Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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