Lohne/Güstrow - Vom Hühnerstall in den Tank: Der Biogas-Spezialist Envitec ist an seinem Standort in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) mit der Produktion von nachhaltigem Kraftstoff aus Hühnerkot und nachwachsenden Rohstoffen für den Schwerlastverkehr gestartet. Das teilte das börsennotierte Unternehmen aus Lohne im Landkreis Vechta am Donnerstag mit. Die nach eigenen Angaben deutschlandweit größte integrierte Anlage für verflüssigtes Bio-Methan (Bio-LNG) und flüssiges CO 2 nahm den Erprobungsbetrieb auf. Künftig soll sie pro Jahr rund 9600 Tonnen Bio-LNG für den Transportsektor sowie 15.000 Tonnen flüssiges CO 2 erzeugen, das beispielsweise in der Lebensmittelherstellung, der Getränkeindustrie oder in Gewächshäusern eingesetzt werden kann.

„Wir sind mehr als stolz darauf, mit unserem innovativen Anlagenkonzept als Pionier in der Biogasbranche voranzugehen und Maßstäbe für einen grüneren Transportsektor zu setzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 50 Millionen Euro investiert, um eine bereits bestehende Biogasanlage umzurüsten. Diese speiste vor der Übernahme durch das Lohner Unternehmen in das Erdgas-Netz ein. Dazu seien rund 400.000 Tonnen Substrat überwiegend aus Mais, aber auch aus Getreide eingesetzt worden. Durch den Umbau kommen laut Envitec inzwischen nur noch 40.000 Tonnen an nachwachsenden Rohstoffen in die Anlage und mit 100.000 Tonnen überwiegend Hühnerkot aus der Geflügelmast.

EWE-Chef Stefan Dohler sieht große Chancen für den Nordwesten.

UMBAU DER ENERGIEWIRTSCHAFT EWE will Investitionen in Energiewende in nächsten zehn Jahren verdoppeln

Svenja Fleig
Im Nordwesten
EWE-Chef Stefan Dohler sieht große Chancen für den Nordwesten.

UMBAU DER ENERGIEWIRTSCHAFT EWE will Investitionen in Energiewende in nächsten zehn Jahren verdoppeln

Svenja Fleig
Im Nordwesten