Düsseldorf - Deutschlands größter Energiekonzern Eon vollzieht bei seiner geplanten Aufspaltung in zwei Teile einen drastischen Schwenk: Anders als ursprünglich vorgesehen, wird das Unternehmen die Atomkraftwerke (drei aktive) nun doch nicht in eine neue Gesellschaft auslagern.

„Die deutsche Kernenergie wird nicht auf Uniper übergehen, sondern bleibt in der Verantwortung von Eon“, sagte Vorstandschef Johannes Teyssen in Düsseldorf. Die angestrebte strategische Neuaufstellung ab 2016 werde man aber im Wesentlichen umsetzen. Gesteuert werden die Anlagen künftig in eigenständiger Regie von der PreussenElektra – eine Marke, unter der schon früher die Kernkraftwerke bei Eon-Vorgänger Veba betrieben wurden, auch „Unterweser“ in Kleinensiel.

Teyssen begründete den Schritt mit den hohen Unsicherheiten aus einer neuen Gesetzesinitiative, die die Haftung für Rückstellungen in der Kernenergie regeln soll.