Edewecht/Ammerland - Karl Albrecht ist einer der letzten Unternehmer im Ammerland, der eine Förderung vom Landkreis nach altem Muster für ein Investitionsvorhaben erhalten hat. Freitag überbrachten Landrat Jörg Bensberg und der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Fred Carstens, den Förderbescheid über eine Summe im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Seit 2007 unterstützt der Landkreis mit eigenen Mitteln sowie Geld der Europäischen Union und – das ist besonders – von allen sechs kreisangehörigen Gemeinden mittelständische Unternehmer, die erweitern wollen. 366 Anträge sind seitdem beim Amt für Wirtschaftsförderung eingegangen, 264 wurden bewilligt, 4,5 Millionen Euro gezahlt. 650 Arbeitsplätze seien somit geschaffen oder gesichert worden, betont Carstens.

Für Albrecht war der Standort Goethe­straße zu klein geworden. Zehn Jahre nach Gründung des Betriebs für Metallhandel, Schweißarbeiten sowie Bau und Wartung von Kälteanlagen waren die Lagerkapazitäten aufgrund wachsender Auftragszahlen erschöpft. Im Gewerbegebiet Edewecht, in der Nordstraße 11, errichtet er einen Neubau für den Kälteanlagenbau mit Büroteil und Lagerremise. Das Lager soll Ende dieses Monats fertig sein, der komplette Umzug 2014 folgen. Mit der Erweiterung geht bei Albrecht eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl von viereinhalb auf neun einher. Darüber hinaus helfen Subunternehmer und Leiharbeiter bei Auftragsspitzen. Und weil die Auftragslage anhaltend gut ist, schließt der Unternehmer eine weitere Expansion nicht aus – Platz hat er sich im Gewerbegebiet zumindest schon gesichert.

Damit Unternehmen auch in Zukunft mit finanzieller Unterstützung rechnen können, werde mit den Gemeinden überlegt, wie an der Solidarfinanzierung auch nach Auslaufen der EU-Förderung Ende dieses Jahres festgehalten werden könne, kündigte Bensberg an. Denn die Investitionen seien nicht nur gut für die jeweilige Gemeinde, sondern für das ganze Ammerland. „Dieses Geld ist extrem gut angelegt.“

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)