Im jungen Alter von 20 Jahren hat Deborah Hoster (ovales Bild) aus Sandkrug bereits ihre Meisterprüfung als Friseurin bestanden. Nach fast dreimonatiger Vorbereitung stellte sie sich in der Friseurmeisterschule in Oldenburg mehreren theoretischen und praktischen Prüfungen – und bestand alle auf Anhieb. Erst im Juni des vergangenen Jahres hatte Deborah Hoster nach dreijähriger Ausbildung im Friseursalon Luther in Sandkrug ihre Gesellinnnenprüfung absolviert. Danach hatte sich die 20-Jährige, ohne lange zu warten, gleich für die Meisterschule eingeschrieben.

Während für Deborah Hoster das Berufsleben nun richtig beginnt, hat sich Fleischergeselle Horst von Seggern in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Fast 25 Jahre war er für die Firma Rügener Fleischwaren Wolfgang Radvan in Kirchhatten tätig. „Horst war immer einer unserer fleißigsten und zuverlässigsten Mitarbeiter. Er ist in all den Jahren nie zu spät gekommen“, sagt Wolfgang Radvan. Horst von Seggern blickt zufrieden auf sein Berufsleben zurück: „Als ich klein war, wollte ich Schlachter und Feuerwehrmann werden. Beides habe ich geschafft“, erzählt der 64-Jährige, der auch zur Freiwilligen Feuerwehr gehört.

Horst von Seggern erinnert sich gerne an viele schöne und auch kuriose Erlebnisse während seiner langjährigen Tätigkeit in dem Kirchhatter Fleischereifachbetrieb. Als etwa während der Sturmkatastrophe 1972 der Strom ausfiel, konnte nicht geschlachtet werden. Also mussten von Seggern und seine Kollegen eine bereits gelieferte Ladung lebender Schweine einige Tage in der Schlachterei beherbergen, bis der Strom wieder funktionierte. Oft sah man den 64-Jährigen auch über den Hof der Schlachterei rennen, um ausgebüxte Schweine oder Schafe wieder einzufangen.

Im Ruhestand will sich von Seggern nun der Pferdezucht widmen. Seine Frau, sein Sohn und besonders die zwei Enkelkinder dürften den Pensionär zudem weiterhin auf Trab halten.