Ganderkesee - „Mali – Wo ist das denn?“ – Mit dieser Frage war der Bremer Jürgen Fiege 2008 häufig konfrontiert, als er ankündigte, in das westafrikanische Land reisen zu wollen. Und auch Fiege selbst wusste kaum etwas über Mali, als seine Ehefrau den Wunsch äußerte, das Musikspektakel „Festival sur le Niger“ in eben diesem Land zu besuchen. Jahre später fand das Land wegen des Bürgerkriegs mediale Beachtung.
Heute kennt sich der Jürgen Fiege bestens aus mit der ehemals französischen Kolonie und berichtet mit Begeisterung von seinen Reiseerlebnissen. Das wird der 71-Jährige am Mittwoch, 7. Mai, auch in Ganderkesee tun. Dann referiert er ab 19.30 Uhr im Kulturhaus Müller und zeigt dazu entsprechend Dias.
Mit Ganderkesee fühlt sich Fiege auch als Ruheständler nach wie vor verbunden. 25 Jahre lang hatte er (bis 2005) unter anderem als Medienpädagoge am Jugendhof Steinkimmen gearbeitet. Auf Einladung der Leiterin des Hauses Müller, Dr. Wiebke Steinmetz, kehrt Fiege nun zurück.
„Mali ist das achtgrößte Land in Afrika und damit fast viermal so groß wie die Bundesrepublik, hat aber nur etwa zwölf Millionen Einwohner“, erklärt Fiege. Neben Ségou, wo das Musikfestival stattfand, bereiste Fiege auch die sagenhafte Stadt Timbuktu am Südrand der Sahara. Zu den weiteren Höhepunkten der Reise zählten eine mehrtägige Fahrt in einer Pinasse auf dem Niger und eine Wanderung im Dogon-Land.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei, jedoch bittet der Referent um Spenden für die Hilfs- und Menschenrechtsorganisation Medico International, die sich malischer Flüchtlinge annimmt.
