Brake - Eine auffällig helle Erntekrone, die fleißige Hände des Oldenbroker Landfrauenvereins in Altendorf gebunden haben, hängt seit Montag im Foyer des Kreishauses. „Ich freue mich darüber“, sagte Landrat Michael Höbrink, der sich bei den Frauen bedankte, und auch gleich die Erklärung für die diesmal helle Krone lieferte: „Der Spätsommer war trocken“, merkte er an.

Für Landrat Michael Höbrink war das Anbringen der Erntekrone durch eine Delegation des Kreislandvolkverbandes ein schöner Anlass. „Das ist ein deutliches Zeichen für die Verbundenheit mit dem Kreislandvolk“, sagte er. Rolf Baumann, stellvertretender Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes, sowie der Geschäftsführer Manfred Ostendorf, der diese Idee aus dem Ammerland in die Wesermarsch geholt hatte, betonten die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis.

Als Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine dankte auch Annegret Schildt dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit und den Landfrauen Ute Meinardus, Monika Mönnich, Erika Ficke, Ute Gebken sowie Angelika Warnken, die die Krone gebunden haben.

Bei dem Treffen erinnerte Michael Höbrink an zurückliegende positive Ereignisse in diesem Jahr. Er erwähnte die Veröffentlichung eines Kochbuches durch die Arbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine. „Besser kann man für den Landkreis nicht werben“, betonte er. Das sei ein ausgesprochen gelungenes Werk. Und auch die Gründung des Grünlandzentrums Niedersachsen-Bremen mit Sitz in Ovelgönne wertete er als hervorragenden Abschluss eines längeren historischen Prozesses. Er sei gespannt auf die ersten Ergebnisse, so der Landrat.

Als einen weiteren Punkt sprach Michael Höbrink die geplante Weservertiefung und die zu befürchtende weitere Versalzung des zuführenden Wassers in den Sieltiefs und Gräben an (die NWZ  berichtete). Nun solle endlich etwas geschehen, betonte er und wies auf die heutige nichtöffentliche Gründungsversammlung der Wasser- und Bodenverbände zu einem „Planungsverband“ im Kreishaus hin. Er vermutet jedoch, dass die im Generalplan Wesermarsch ausgewiesenen Kosten in Höhe von etwa 50 Millionen Euro (es kursieren auch noch andere Zahlen) nicht ausreichen. „Ich befürchte, dass wir eher von der doppelten Summe sprechen müssen“, sagte der Landrat.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake