von ulrich schönborn
Frage:
Wie konkret sind Ihre Planungen?meyer:
Als Kommunalverband haben wir grundsätzlich Interesse daran, Heime aus kommunaler Trägerschaft zu übernehmen. Es gibt aber keine Automatik. Zunächst müssen die Bedingungen geprüft werden. Das ist auch beim Sophienstift in Jever ein Rechenexempel. Aus Pflegesätzen auf der einen Seite und Kaufpreis und Investitionen auf der anderen Seite lässt sich errechnen, ob die Einrichtung wirtschaftlich geführt werden kann.Frage:
Liegen diese Zahlen schon vor?meyer:
Nein, bisher noch nicht. In der kommenden Woche sind wir mit einem Architekten vor Ort, um uns das Projekt anzusehen. Danach sehen wir klarer.Frage:
Was halten Sie von der Idee, zusätzlich ein Hospiz einzurichten?Meyer:
Das macht Sinn, ist aber auch mit besonderen Anforderungen verbunden, die berücksichtigt werden müssten. Für uns wäre dann wichtig, dass die Kostenstrukturen der Einrichtungen klar voneinander abgegrenzt werden. Möglich wäre allerdings auch eine zusätzliche Nutzung des Sophienstifts für betreutes Wohnen. Das hätte den Vorteil, dass Senioren dort zunächst einziehen und im Fall einer Pflegebedürftigkeit in ihrem gewohnten Umwelt bleiben könnten.Frage:
Wir stehen die Chancen für eine Übernahme durch den Bezirksverband?meyer:
Der erste Eindruck ist positiv, die Lage ist äußerst attraktiv. Aber wie gesagt: erst muss gerechnet werden.Landkreis und Nordwest-Krankenhaus gGmbH setzen darauf, dass der Bezirksverband Oldenburg das Sophienstift in Jever als Altenpflege-Einrichtung weiterführt. Fragen dazu an Verbands-Geschäftsführer Karl-Heinz Meyer.
