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Praktikum Erste Arbeitstage sind wenig stressig

Nils Wierenberg

Ganderkesee - Ob als Zahnarztgehilfin, Bürokaufmann oder Grundschullehrerin – zwei Wochen lang sammeln derzeit die Zehntklässler des Delmenhorster Gymnasiums an der Willmsstraße Erfahrungen im Berufsleben. Auch in der Gemeinde Ganderkesee haben sie sich eine Vielzahl von Berufen ausgesucht. Einige Beispiele:

Lea Schönau aus Delmenhorst versucht sich als Lehrerin an der Verlässlichen Grundschule Heide. Für die 16-Jährige kam nur dieser Praktikumsplatz in Frage, da sie gern mit Kindern arbeiten wollte und dies auch ihr späterer Berufswunsch ist. Gut aufgenommen in der Klasse 4b wurde Lea schon am ersten Tag. Die Grundschüler erkennen sie als Lehrerin – aber auch als „beste Freundin“, so eine Schülerin – an.

Nur gute Erfahrungen

Hilfe bei Aufgaben, Spielen in der Pause und AGs, wie beispielsweise Kochen am Nachmittag, sind ihr tägliches Programm. Die Kinder seien immer lieb und deshalb mache es wieder und wieder Spaß, berichtet die gebürtige Bremerin.

„Sie ist freundlich und lieb“, beantwortet Steven, ein Grundschüler, die Frage, wie Lea sich denn benehmen würde. Auch das Kollegium sei toll, erzählt Lea. Sie habe bisher nur positive Erfahrungen gesammelt. „Es wird eine Art Verständnis für Lehrer aufgebaut.“, erklärte die 16-Jährige. „Ich kann zum Beispiel nie alle Schüler dran nehmen, die sich melden.“

Ein Beruf, der bei dem einen oder anderen Schüler Angst auslösen könnte, hat sich Marla Kirsten für ihr Praktikum ausgesucht: Zahnarztgehilfin. Die aus Heide stammende Schülerin absolviert ihr Praktikum in der Praxis „Zahnärzte am Rathaus“ in Ganderkesee.


„Angst vorm Zahnarzt hatte ich nie, und ich habe sogar schon meinem Hund Zähne gezogen, die dringend raus mussten.“, begründet Marla die Wahl ihres Praktikumsplatzes. Außerdem interessieren sie die Zahntechnik sowie die allgemeine Medizin sehr. Freundlich und sympathisch seien ihre Kollegen und Vorgesetzten, Dr. Klaus-Peter Elsmann und Dr. Stephan Sinhuber. „Mit den meisten Kollegen kam ich sofort ins Gespräch.“ Bei manchen Behandlungen dürfe sie auch zuschauen, so die 15-Jährige.

Einen vielseitigen Praktikumsplatz hat sich Joshua Gielnik aus Heide ausgesucht. Er schnuppert in den Alltag der „Steramed Medizintechnik GmbH“ in Ganderkesee hinein. Unter der Aufsicht von Geschäftsführer Stephan Langfeld beschäftigt sich Joshua hier mit lebenserhaltender Technik, wie beispielsweise Beatmungsgeräten.

Ein Betrieb – viele Berufe

Bei der Medizintechnik dreht sich vieles um die Reparatur, Wartung und Lieferung der nötigen Geräte. So bekommt Joshua innerhalb eines Betriebes Einblicke in mehrere Berufsfelder gleichzeitig, was neben seinem Interesse an Technik der Grund für die Wahl des Praktikums gewesen sei. Sein Aufgabenbereich erstreckt sich vom Bürokaufmann, über den Lagerarbeiter und Medizintechniker, der die Geräte wartet und aufbereitet, bis hin zum Außendienstler, der die Ware zum Kunden bringt und diesen auch betreut.

„Obwohl wir ganz und gar nicht wenig zu tun haben, gibt sich jeder sehr locker hier. Es ist kein bisschen Stress zu spüren“, beschreibt der 15-jährige Schüler den Alltag in dem Ganderkeseer Betrieb.

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