Scharrel - Rund 3,5 Millionen Euro investiert die Raiffeisenbank eG Scharrel in die großzügige Erweiterung ihrer Hauptgeschäftsstelle an der Hauptstraße in Scharrel und deren Ausstattung. „Für Vorstand und Aufsichtsrat ist dieses Bauvorhaben eine zukunftsweisende Investition und ein klares Bekenntnis zur Region und zur Selbstständigkeit unserer vor 117 Jahre gegründeten Genossenschaft“ sagt Vorstandssprecher Günther Lanfermann.
Nach dem Abbruch des benachbarten Wohnhauses im März dieses Jahres (die NWZ berichtete), es gehörte dem früheren Bankdirektor Lucas und seiner Familie, begannen im April die Arbeiten für den Erweiterungsbau und die Fundamente und Sohle wurden gegossen.
In den vergangenen drei Monaten hat sich viel getan. Ein zweigeschossiges Bankgebäude wird derzeit nach den Plänen des Architekten Frank von Garrel aus Bösel errichtet. Der Rohbau ist soweit vorangeschritten, dass an diesem Freitag das Gebäude gerichtet werden kann.
Bis zur endgültigen Fertigstellung des gut 1000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Erweiterungsgebäudes und der Umbau-, Anpassungs- und Modernisierungsarbeiten im knapp 700 Quadratmeter umfassenden Altgebäude werden noch etwa zwölf Monate vergehen. Im August 2016 soll dann die Hauptgeschäftsstelle fertiggestellt sein. Rund 18 Monate Bauzeit hat die Bank für die Bauarbeiten bis zur endgültigen Fertigstellung eingeplant.
Fast 60 Jahre ist die Bank mit ihrem Hauptsitz im Ort Scharrel ansässig. Vor 23 Jahren wurde das Gebäude erstmals mit einem Um- und Erweiterungsbau vergrößert. Die Bilanzsumme der Bank stieg in den 23 Jahren von 38 Millionen auf heute rund 220 Millionen Euro. Dank dieser positiven Entwicklung, so Günther Lanfermann, sei auch die Zahl der Mitarbeiter von 21 im Jahre 1992 auf heute 38 Angestellte in den vier Geschäftsstellen in Scharrel, Ramsloh, Sedelsberg und Elisabethfehn gewachsen. So mussten Sitzungs- und Beratungszimmer zu Büroräumen umfunktioniert und einige Bereiche ausgelagert werden.
„Mit dem Erweiterungsbau können wir diese Geschäftsbereiche endlich wieder zusammenführen und unsere Arbeitsabläufe neu strukturieren“, sagt Lanfermann. So können die Kunden künftig im modernen Schalterraum und dem deutlich größeren Selbstbedienungsbereich ihre Bankgeschäfte erledigen. Den gesamten Kreditbereich für Privat- und Firmenkunden finden die Kunden im Erdgeschoss des neuen Gebäudes.
Im ersten Obergeschoss sind die Büros der Vorstände, der Prokuristen, der Controller und mehrere Sitzungs- und Beratungszimmer. Im zweiten Obergeschoss steht der Bank künftig ein etwa 100 Quadratmeter großer Saal für Mitarbeiter- und Kundenveranstaltungen sowie als Schulungsraum zur Verfügung.
Das alte Gebäude bleibt baulich nahezu unverändert; die externen Prüfer werden diesen Bereich insbesondere nutzen.
