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„Es gibt auch Alternativen“

Von Claudia steinau

Frage:

Die Kartoffelsorte „Linda“ soll vom Markt genommen werden. Bauen Sie diese an?

Blankemeyer:

Ja, das ist eine altbekannte Sorte. Sie ist gut lagerfähig, schön dunkelgelb und gesund. Ein Nachteil ist, dass sie „Augen“ hat. Das sind Vertiefungen in der Form, was für die Gastronomie nicht so ideal ist.

Frage:

Gibt es noch weitere Nachteile?

blankemeyer:

Wenn diese Kartoffel zu lange wächst, lagert sie zu viel Stärke ein. Man bekommt eine mittelfestkochende Kartoffel und keine festkochende mehr. Außerdem hat man Probleme mit „Linda“, wenn der Boden „kartoffelmüde“ ist, das heißt, wenn mehrere Jahre hintereinander Kartoffeln angebaut wurden.

Frage:

Das ist aber nicht der Grund, warum sie vom Markt genommen wird.

blankemeyer:

Wenn eine neue Kartoffel gezüchtet wird, gibt das Bundessortenamt eine Zulassung aus, und diese ist für „Linda“ abgelaufen. Die Firma Europlant möchte aus wirtschaftlichen Interessen keine neue Vermarktung mehr. Wenn ich eine neue, bessere Sorte habe, dann möchte ich die alte ja auch nicht unbedingt behalten.

Frage:

Gibt es denn bessere Kartoffeln?

blankemeyer:

Es gibt Alternativen, die besser sind und „Linda“ ersetzen. Für mich stellt meine „Belana“ die „Linda“ in den Schatten. Ich habe auch eine neue rotschalige „Laura“. Das ist auch was Großes, und die Leute sind begeistert.

Frage:

Also ist „Linda“ für Sie kein Thema?

blankemeyer:

Für mich geht das Leben weiter. Natürlich muss man mit neuen Sorten Erfahrungen machen. Die Kunden wollen ordentliche Ware – wie sie heißt, ist egal.

Der bei Verbrauchern beliebten Kartoffelsorte „Linda“ droht das Aus. Der Grüppenbührener Landwirt Friedhelm Blankemeyer kann ohne sie leben, sagt er im NWZ -Interview.

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