Goldenstedt - Erstmals haben jetzt in Goldenstedt (Kreis Vechta) gleich zwei Wölfe eine Schafherde angegriffen, die mit elektrischen Zäunen, zwei Herdenschutzhunden und drei Eseln geschützt war. Einen solchen Übergriff hat es nach Angaben des Wolfsbüros in Niedersachsen bislang noch nicht gegeben.

Bereits am 30. Dezember entdeckte Schafhalter Tino Barth, dass sein Elektrozaun an mehreren Stellen beschädigt war. „Die Esel müssen die Hunde wach geschrien haben, die wiederum die Wölfe vertrieben und die Herde zusammengehalten haben“, so Barth.

Der hinzugerufene Wolfsberater Dr. Torsten Schumacher entdeckte auf einem benachbarten Acker eindeutige Wolfsspuren von zwei Tieren. Eine Wolfsspur fand sich auch in einem Teil der eingezäunten Fläche. Die Schafe blieben unverletzt. „Im Zusammenspiel mit den Eseln haben sich die Hunde, die wir erst seit November haben, bewährt“, sagt Barth, der sich nun einen Lerneffekt bei den Wölfen erhofft.