ESSEN - Gute Nachrichten gab es in Essen vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, Oldenburg. „Der vorgelegte Plan für die Dorferneuerung Essen ist als Fördergrundlage für öffentliche und private Dorferneuerungsmaßnahmen anerkannt“, teilte der Leiter des Amtes für Landentwicklung, Bernhard Ellberg, Bürgermeister Georg Kettmann sowie den Ausschussvorsitzenden Ulrich Ellmann und Paul Krampe und dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Dr. Karsten Hartmann in einer Sitzung im Essener Rathaus mit. Damit könne nach rund eineinhalbjähriger Planung, an der auch ein auf der Bürgerversammlung gewählter Arbeitskreis mitwirkte, die Förderphase beginnen. Sie läuft bis Ende 2018.
Unter Berücksichtigung einer möglichen Verzögerung des Ausbaus der Ortsumgehung signalisierte Ellberg eine mögliche Verlängerung des Förderzeitraumes. „Öffentliche Maßnahmen wie zum Beispiel die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse oder die Umgestaltung öffentlicher Wege und Plätze können mit bis zu 50 Prozent bezuschusst werden, Privatinvestoren können auf eine 30-prozentige Förderung hoffen, wenn sie beispielsweise Dach, Fenster oder Mauerwerk an einem dorftypischen Objekt oder die zugehörigen Außenanlagen erneuern,“ so Ellberg.
Weniger Geld
Zuzeit ständen für private Maßnahmen jedoch leider weniger Haushaltsmittel zur Verfügung als in den vergangenen Jahren. Die Entwicklung bleibe abzuwarten. Nähere Informationen gebe es bei der Gemeinde oder dem Amt für Landentwicklung.
Die Landschaftsarchitektin Astrid Vieth vom Planungsbüro IPW zeigte eine Prioritätenliste der insgesamt 24 Maßnahmen auf, die im Rahmen der Dorferneuerung in Angriff genommen werden sollen. Die Umsetzung der Veränderung im Bereich Schule während der Planungsphase habe für einen Motivationsschub gesorgt und sei so sehr hilfreich gewesen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass etwas passiere.
Ortsdurchfahrt zuletzt
Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt müsse im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ortsumgehung gesehen werden und dürfte nach dem derzeitigen Stand eher zu den letzten Maßnahmen zählen. Weiter oberste Priorität habe die Gestaltung der Wilhelmstraße sowie des Fuß- und Radweges entlang des Nadamer Baches. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Bereich Friedhof. Zu den mittelfristigen Maßnahmen zählte die Planerin die Gestaltung von Ehrenmalen, Dorfplätzen, darunter eine größere Maßnahme im Hülsenmoor, die Gebäudesanierung an der Marktstraße, die Schulwegsicherung, die Planungen rund ums Rathaus sowie des Calhorner Kirchwegs und Windmühlenwegs und auch die Sanierung von Diekmanns Mühle. Das Gesamtvolumen der Förderung beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.
