Essen - Die Essener Schützenhalle auf „Diekhaus Höhe“ hatte sich aus Anlass der 8. Hasetal Rassegeflügelschau mit angegliederter Kreisverbands-Jugendschau Oldenburg-Süd in ein Natur-Eldorado verwandelt. Wo sich sonst die Grünröcke zu schießsportlichen Wettkämpfen versammeln, war an zwei Tagen das Krähen, Gackern und Schnattern von 600 Gänsen, Enten, Hühnern, Tauben und Perlhühnern vernehmbar.
Optisch abgerundet waren die langen Käfigreihen von Naturteichen, auf denen sich in einem Zelt Wassergeflügel tummelte. Ergänzt wurde die Ausstellung, die im Gedenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen Essener Jugendobmann Heinz-Hermann Ortbrink dessen Namen trug, von einer großen Anzahl Ziergeflügel. Auffällig groß war die Vielfalt der Rassen, die sich den Besuchern präsentierten.
Acht Preisrichter hatten die gefiederten Freunde von Züchtern aus den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Teilen des Landkreises Osnabrück bewertet und ein hohes Zuchtniveau festgestellt. Deshalb gab es auch von den Fachleuten 32-mal die Note „hervorragend“, und zehn Züchter erhielten für absolute Spitzentiere die höchste Note „vorzüglich“.
Zur Eröffnung der von Ausstellungsleiter Marc Ovelgönne aus Quakenbrück und einem engagierten Team organisierten Schau begrüßte der Vereinsvorsitzende Michael Haemfler aus Badbergen unter den Gästen auch den Landesverbands-Jugendwart Ralf Schipper sowie den Kreisverbandsvorsitzenden Bernard Ruholl aus Lohne und den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Essen, Dirk Gehrmann. In mehreren Ansprachen wurde der hohe Stellenwert der Kleintierzucht als wichtiges Kulturgut und als sinnvolle Freizeitbeschäftigung zur Erhaltung einer möglichst großen Artenvielfalt hervorgehoben. Als besonders erfreulich wurde die Tatsache gewertet, dass der Züchternachwuchs allein mit 162 Tieren auf der Schau vertreten war. Trotz zeitraubender und intensiver Betreuung der Tiere sei offensichtlich eine relativ große Anzahl von Kindern und Jugendlichen bereit, Verantwortung für die Kreatur und Natur zu übernehmen.
