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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Die Angst vor dem „Blackout“

03.07.2019

Essen Die Energiebranche reagiert auf die wachsende Gefahr von Hackerangriffen auf die Stromversorgung in Deutschland. Der größte deutsche Stromnetzbetreiber hat jetzt in Essen ein Trainingszentrum, in dem die Abwehr digitaler Attacken geübt wird. „Die Angreifer werden besser“, sagte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, am Montag bei der Eröffnung der „Cyberrange-e“ genannten Einrichtung. Das Trainingszentrum helfe, dass „auch die Verteidiger besser werden“.

Ein Blackout in ganzen Landstrichen könnte im schlimmsten Fall die Folge eines Hackerangriffs sein. So wie 2015 in der Ukraine, als Hacker mehrere Umspannwerke übernahmen und Hunderttausende Haushalte stundenlang ohne Strom waren.

Dass es Angreifer auch in Deutschland bis in zentrale Bereiche der Stromversorgung schaffen könnten, sei „womöglich nur eine Frage der Zeit“, hatte Schönbohm bereits gewarnt. Die Werkzeuge würden aggressiver.

Hintergrund: Mit zunehmender Digitalisierung und dem Zusammenwachsen von Stromnetzen und Internet öffnen sich immer mehr Einfallstore für Cyberattacken. Dem BSI sind allein im vergangenen Jahr 270 Vorfälle aus der Energiebranche gemeldet worden.

Norbert Pohlmann, Direktor des Instituts für Internetsicherheit an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, ist überzeugt: „Cyberangriffe werden in Zukunft eine größere Rolle spielen.“

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